Ein Kügelchen für die Katze | APOTHEKE ADHOC
Homöopathie

Ein Kügelchen für die Katze

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Berlin -

Die Katze hat sich den Magen verdorben? Der Hund guckt, als würde ihm das Wetter nicht bekommen, und liegt träge auf seinem Lieblingskissen? Menschen, die auf Homöopathie schwören, wenden diese gern auch bei ihren vierbeinigen Lieblingen an. Apotheker Ansgar Eich aus der Kreuz-Apotheke in Schöllkrippen lud zum Info-Abend „Homöopathie und unsere Haustiere“.

Unterfranken, neulich abends um 19.30 Uhr. 40 erwartungsvolle Frauchen und Herrchen sitzen im Publikum. „Vorbeugend, unterstützend oder auch bei akuten Beschwerden kann die Homöopathie auf sanfte Weise helfen“, sagt Eich. Er hat zwei Katzen, Hedi und Ranger, beide vier Jahre alt. „Sie haben gelegentlich kleine Wehwehchen, sind zu Silvester ängstlich oder haben Durchfall oder einen verdorbenen Magen.“

Nichts Ernstes, zum Glück. Bei kleinen Unpässlichkeiten verabreicht Herrchen, dessen Apotheke Homöopathie- und Mikronährstoffberatung anbietet, gerne Kügelchen: „Ich habe damit gute Erfahrungen gemacht.“ Und da er zweimal im Jahr in seiner Apotheke zur abendlichen Info-Veranstaltung bittet, wählte er diesmal dieses Thema aus.

„Ich habe öfters erlebt, dass unsere Kunden Fragen zu Homöopathie bei Tieren haben“, sagt er. Der Apotheker hält die Erkenntnisse der für Menschen entwickelten Homöopathie „fast 1:1 auf Tiere übertragbar“. Mit Einschränkungen: „Wir setzen bei Tieren keine Hochpotenzen ein, mit D6 ist man auf der sicheren Seite. Wir raten zu zwei bis dreimal Gaben am Tag, bei akuten Erkrankungen kann man es drei bis vier Tage anwenden. Wenn es danach nicht besser wird, empfehlen wir den Tierhaltern einen Tierarztbesuch.“

Kritik in Sachen Homöopathie sieht er gelassen: „Jeder hat seine Meinung, ich will niemanden belehren. Ich kann die Skepsis, was Homöopathie angeht, durchaus nachvollziehen. Ich quatsche es niemandem auf, bin kein Radikaler. Aber wer sich dafür interessiert und gute Erfahrungen mit Homöopathie gemacht hat, setzt es auch für sein Haustier ein.“

Im Vortrag der Heilpraktikerin Karin Heimer-Müller gab es eine Einführung ins Thema und praktische Tipps, zum Beispiel wie man Globuli am besten verabreicht. Mit einem kleinen Täuschungsmanöver im Leckerchen oder im Wasser aufgelöst, ist man als Tierbesitzer, wie bei herkömmlichen Medikamenten auch, meistens erfolgreich. Eich sagt: „Wer ein Tier hält, sieht schnell, wenn es krank wird, und kann die Symptome leicht erkennen. Das ist die ideale Basis für eine homöopathische Behandlung. Erstaunliche Effekte bei Tieren unterstreichen die Wirksamkeit dieser alternativen Heilweise. Denn schließlich scheidet bei Bello & Co. die ‚Glaubensfrage‘ aus.“

In Deutschland leben 28 Millionen Haustiere – für Apotheker sind sie eine interessante Zielgruppe. Beim vierbeinigen Liebling wird in der Regel nicht gespart und auch die Homöopathie bei Tieren verzeichnet in jüngster Zeit wachsendes Interesse. Auch die Versandapotheke Sanicare hat das Potenzial erkannt und bietet seit kurzem eine Telefon-Tiersprechstunde an. Am Telefon berät Dorothe Schulte, PTA mit einem Herz für Tiere und einer Zweit-Ausbildung als Tiermedizinische Fachangestellte.


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