Tierarzneimittel

Hunde-Grippe: Aufguss für vier Pfoten

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Berlin -

Auch unsere vierbeinigen Mitbewohner kann das nasskalte Wetter gesundheitlich belasten. So mancher Apothekenkunde freut sich, wenn er auch bei einer Erkältung seines Hundes in der Apotheke auf kompetente Gesprächspartner trifft.

Betroffen sind oft ältere Tiere, besonders wenn sie an einer Erkrankung leiden, die das Immunsystem negativ beeinflusst. Aber auch bei Kontakt des gesunden Vierbeiners zu erkrankten Hunden bieten Heilpflanzentees und Inhalationen die Möglichkeit, Erkältungssymptome wirksam zu lindern und Husten und Schnupfen vorzubeugen.

Wie beim Menschen äußert sich eine Erkältung beim Hund durch Husten und vermehrtes Niesen, klaren Ausfluss aus der Nase sowie tränende und juckende Augen. In schweren Fällen kann auch erhöhte Temperatur auftreten, ab 40 °C spricht man von Fieber. Das Tier ist lustlos, hat keinen Antrieb und keinen Appetit mehr und ist ständig müde. Sollten diese Symptome länger als drei bis vier Tage unverändert bestehen bleiben, wird der Nasenausfluss gelb. Handelt es sich um einen Welpen unter einem Jahr oder steigt das Fieber auf 42 °C, so ist ein Tierarzt aufzusuchen.

Durch verschiedene unterstützende Heilkräuterzubereitungen kann die Apotheke jedoch helfen, diese Zeit besser zu überstehen. Hunde profitieren wie Menschen sowohl von der innerlichen Anwendung als Teezubereitung, als auch von Inhalationen über einer Schüssel mit heißem Wasser.

Für einen Erkältungstee werden üblicherweise je Tasse zwei bis drei Teelöffel der Kräutermischung mit heißem Wasser übergossen und abgedeckt – damit die ätherischen Öle nicht verfliegen – etwa fünf bis sieben Minuten ziehen gelassen. Die Zubereitung lässt man abkühlen, dann kann man sie entweder dem Trinkwasser beimengen oder in Teilen unter das Futter mischen.

Wenn der Hund es annimmt, kann man die nach der Zubereitung übrig gebliebenen Pflanzenteile auch unterheben, also mit dem Hundefutter vermengen. Auf diese Weise lässt sich die Wirkung verstärken.

Ein großer Hund kann bis zu zwei Tassen über den Tag hinweg auf diese Art verabreicht bekommen. Für eine Dampfinhalation muss man einen kleinen Trick anwenden, denn die meisten Hunde schätzen es nicht sonderlich, die ätherischen Dämpfe einzuatmen. Außerdem muss man ausschließen, dass der Vierbeiner sich mit dem heißen Wasser verbrüht.

Eine Hundetransportbox ist da das Hilfsmittel der Wahl. Der Hund wird in die Box gesetzt und diese wird geschlossen. Dann stellt man den Topf mit der Kräutermischung vor die Gittertür, gießt das heiße Wasser darüber und deckt sie samt der Box mit einem großen Badetuch oder einem Bettlaken ab. Nach zehn Minuten Inhalation kann man den Hund dann wieder entlassen. So sollte man zwei mal täglich vorgehen, um einen merklichen Effekt zu erreichen.

Eine gute Mischung für einen Erkältungstee wäre zum Beispiel: Fenchel 5 g, Süßholz 5 g, Eibisch 10 g, Königskerze 15 g, Lindenblüten 5 g und Salbei 10 g. Für Inhalationen bieten sich Thymian und Kamille zu gleichen Teilen an.

Allgemein gilt außerdem beim Umgang mit Erkältungskrankheiten von Hunden dasselbe wie für den Menschen: Viel Ruhe, ausreichend Schlaf, ausgewogenes Futter mit erhöhtem Flüssigkeitsanteil, leicht angefeuchtete Raumluft und trockene Wärme am Liegeplatz bilden die Grundvoraussetzung dafür, schnell wieder zu gesunden!

Die Deutschen halten schätzungsweise etwa 30 Millionen Haustiere. Der Großteil sind Hunde und Katzen. Kein Wunder also, dass auch das Interesse und die Nachfrage an Produkten für die Vierbeiner immer weiter steigt. Viele Apotheken bieten mittlerweile neben der klassischen Freiwahl auch ein immer breiteres Sortiment an Tiergesundheit an.

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