Pharmazie-Ersties

Die schlimmsten 90 Minuten der Woche APOTHEKE ADHOC, 23.11.2018 08:02 Uhr

Berlin - Das erste Semester geht vor sich hin und die ersten Zwischenprüfungen kommen immer näher. Was man bis jetzt nicht verstanden hat, wird immer schwerer aufzuholen. Verstand und Mühe brauchen die Erstis ohnehin, aber auch Organisationstalent und Eigeninitiative sind unverzichtbar. APOTHEKE ADHOC begleitet die nächste Apothekergeneration bei ihren ersten Schritten zwischen Hörsaal, Wohnheim und Labor.

Die Reihen lichten sich schon langsam. „Man munkelt schon im Jahrgang, dass die ersten bereits raus sind“, beobachtet Paul Wohlgemuth nach einem guten Monat im ersten Semester an der Uni Jena. „Man sieht schon, dass welche fehlen, auch zu Pflichtveranstaltungen – was ja nichts Gutes heißt. Jetzt, so ganz langsam, beginnt sich die Spreu vom Weizen zu trennen. Aber ich denke, das wird noch das ganze Semester dauern.“ Wer sich nicht ins Zeug legt, für den kann das Studium auch schnell wieder vorbei sein.

„Man kann schon auseinanderhalten, wer bis um 5 feiern war und dann um 8 in der Vorlesung sitzt und wer einen guten Nachtschlaf hatte“, stellt er schmunzelnd fest. Wobei er direkt hinterherschiebt, dass man daraus natürlich nicht sofort Rückschlüsse auf Studienleistungen ziehen könne. Denn vielleicht organisieren sich die Studienkollegen ja einfach anders und arbeiten dann alles nach, gibt er zu bedenken. Oder sie haben schlicht genug Selbstdisziplin, so wie Sebastian Reuter. „Ich gehe auch feiern, aber dann arbeite ich halt am nächsten Tag mit dickem Schädel. Sowas muss man auch lernen“, sagt der 23-jährige Pharmazie-Ersti von der Uni Kiel. Dabei merke er, dass sich seine Ausbildung vor dem Studium bezahlt gemacht hat. „Wäre ich direkt aus dem Abi an die Uni, würde ich das wahrscheinlich nicht so anpacken können.“

Sportlich ist es aber ohne Zweifel, denn auch ohne nächtliche Leberübungen kommen nur die allerwenigsten ohne gute Selbstorganisation aus. Das weiß auch Anne Brechlin. Bei ihr an der Uni Greifswald sieht es nämlich nicht viel anders aus. Insbesondere in der Physik-Vorlesung – für sie die schlimmsten 90 Minuten der Woche – können sie und ihre Kommilitonen sich mittlerweile die Plätze aussuchen: „Da geht höchstens ein Viertel des Jahrgangs noch hin“, sagt sie. „Ich glaube, 14 Leute habe ich das letzte Mal gezählt – von 64.“ Auch sie selbst sieht nur noch wenig Sinn darin, sich zur Vorlesung zu quälen, nur um dann ohnehin kaum etwas zu verstehen. Ihr Plan: Die Prüfung auf das zweite Semester schieben und in den Ferien das erste nacharbeiten.

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