Brutale Apothekenräuber verurteilt

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Mitarbeiter, Kunden und Passanten alarmierten die Polizei. Die Täter flohen mit Bargeld und persönlichen Gegenständen. Bei ihrer Flucht kam ihnen ein Teil der Beute wieder abhanden. Nach ihrer Festnahme belasteten sie den dritten Mittäter schwer, er sei der Hauptinitiator gewesen. Dem mochte die zehnte große Strafkammer nicht ganz folgen. Wer letztlich die Idee zum Überfall gehabt habe, ließe sich nicht zweifelsfrei beweisen.

Noch am Abend des Überfalls hatte der Apotheker mit seinem Team das Erlebte ausführlich aufgearbeitet. Am Tag darauf sprangen andere Mitarbeiter für einen halben Tag ein, um ihren Kollegen etwas Luft zu gönnen. Mit den Folgen dieser Tat haben er und seine Mitarbeiter, die an jenem Abend im Dienst waren, auch Monate danach noch zu kämpfen. In bestimmten Situationen sei man immer wieder an den Überfall erinnert worden, bei lauten Stimmen oder Männern mit Kapuzen über dem Kopf.

„Es ist für die Kunden und die Mitarbeiter beruhigend, dass die Täter hinter Gittern sitzen und für Jahre keine Menschen mehr angreifen können“, sagt Goebel. Gleichwohl sei das Geschehene nicht vergessen: „Es wird um die Uhrzeit der Tat wieder dunkel, da werden die Erinnerungen wieder wach.“ Man meistere das tägliche Geschäft, aber verdränge nichts: „Das Team ist über alles informiert, spricht darüber und stützt sich gegenseitig.“

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