Frisch verheiratet

Apothekerpaar: Notdienst in der Hochzeitsnacht

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Berlin -

Ein Apothekerpaar gab sich am 19. Juni in Bad-Segeberg das Ja-Wort. Gefeiert wurde anschließend im Kreise der Familie und mit Freunden im Garten hinter der Trave-Apotheke in Klein-Rönnau. Die Hochzeitsnacht lief jedoch ganz anders als normalerweise. Denn das Paar hatte Notdienst.

Claudia Saggau-Buckenberger und Dirk Buckenberger vermählten sich am 19. Juni. „Wir haben an einem besonderen Ort geheiratet und hatten Glück, dass es noch einen Termin gab“, erklärt Buckenberger. Das Paar wollte sich unbedingt im historischen Wasserturm in Bad Segeberg das Ja-Wort geben. Die Außenstelle des Standesamts steht jedoch nur an jedem dritten Freitag im Monat zur Verfügung. „Als wir dann in den Kalender schauten, stellten wir fest, dass ausgerechnet an diesem Tag auch Notdienst in unserer Apotheke anstand“, so Buckenberger.

Hochzeitsfeier im Apotheken-Garten

Nichtsdestotrotz wurde der Hochzeitstermin festgelegt. „Wir arbeiten beide sehr gerne in unserem Beruf und haben schnell beschlossen, den Bereitschaftsdienst gemeinsam zu leisten“, so das Paar. So feierten die beiden das Ereignis mit Familie und Freunden im Garten hinter der Apotheke. „Wir wohnen über der Apotheke, so dass wir für unsere Feier auch unseren Garten nutzen konnten“, so Buckenberger.

Patienten bis 1 Uhr

Dies sei auch gar kein Problem gewesen. „Wir haben eine Überwachungskamera und konnten so schnell zu den Kunden gehen. Zudem lagen die Telefone einfach mit auf dem Tisch, so dass wir keinen Anruf verpasst haben.“ An diesem Abend sei es recht ruhig gewesen. „Wir hatten bis etwa 1 Uhr nachts zehn Patienten“, berichtet Buckenberger. „Das waren aber alles Notfälle, die beispielsweise direkt aus der nahegelegenen Notfallambulanz kamen und Antibiotika benötigten.“

Notdienst als Zeichen

Im Ort sei man untereinander stark verbunden. „Wir fühlen uns verpflichtet für die Menschen da zu sein und deshalb war es für uns kein Problem den Notdienst zu leisten“, betont Buckenberger. „Wir wollten diese Gelegenheit nutzen, um uns bei unseren Kunden und Patienten für ihre langjährige Treue zu bedanken.“ Zugleich war es den beiden ein Anliegen, die Bedeutung der Apotheken vor Ort zu betonen. „Die Kinderambulanz und die Notambulanz sind in unserer direkten Nähe. Zudem sind die Patienten in Schleswig-Holstein ohnehin schon gebeutelt mit den langen Anfahrtswegen – teils 50 Kilometer – bis zur nächsten notdiensthabenden Apotheke“, stellt er klar.

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