mobile Praxen

Ärztemangel: Bahn baut noch mehr Medibusse dpa/ APOTHEKE ADHOC, 26.04.2019 09:48 Uhr

Berlin - Die Deutsche Bahn stellt in Berlin ihren Medibus vor. In Hessen ist die rollende Arztpraxis schon länger im Einsatz. Bisher zeigt sich: Der Medibus kann bei akutem Ärztemangel schnell helfen, ist aber teuer und keine Dauerlösung.

Die Deutsche Bahn will weitere Exemplare des in Hessen eingesetzten Medibusses künftig auch in anderen ländlichen Regionen fahren lassen. Dazu wird der Konzern die rollende Arztpraxis am Freitag in Berlin vorstellen. In Hessen ist ein Modell des umgebauten Linienbusses seit zehn Monaten im Einsatz. „Die Sprechstunden der mobilen Hausarztpraxis sind bestens ausgelastet“, erklärte die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Hessen, die den Bus zusammen mit der Deutschen Bahn testet. Zudem
könne die rollende Praxis schnell auf Veränderungen reagieren.

Seit Juli fährt der Medibus durchs ländliche Nord- und Osthessen. Fünf Kommunen stehen aktuell auf seinem Fahrplan. An vier Tagen pro Woche fährt er Haltestellen an und steht Patienten dort je dreieinhalb Stunden zur Verfügung. Der Bus ist wie eine kleine Praxis ausgestattet, inklusive Arzthelferinnen und Hausarzt. Im Januar kündigte die Bahn zudem an, in Zusammenarbeit mit der Zahnarztgruppe Zahneins einen Zahnarzt-Bus auf die Straßen zu bringen.

Das Konzept: Der von der Deutschen Bahn gebaute Medibus soll die medizinische Versorgung auf dem Land sichern. „Ärzte fehlen in ländlichen Regionen, und hessenweit haben wir zu fast 50 Prozent ländliche Strukturen“, sagte Eckhard Starke, Vorstand der KV Hessen. Groß ist die Not aktuell in Nentershausen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Die 2700-Einwohner-Gemeinde habe beim Start des Modellprojekts zwei Ärzte gehabt, die auch Patienten aus dem Umland mitversorgt hätten, berichtete Bürgermeister Ralf Hilmes (SPD). Mittlerweile sei nur noch ein Mediziner übrig. Seit Anfang des Monats kommt der Medibus daher zweimal pro Woche.

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