Wärmepflaster

Voltaren wird heiß – Kampfpreis gegen Thermacare Nadine Tröbitscher, 20.08.2018 09:16 Uhr

Berlin - Gleich mehrere Hersteller haben zum Angriff auf Thermacare (Pfizer) geblasen. Jetzt kommt ein Schwergewicht dazu: GlaxoSmithKline (GSK) wirbt in Apotheken für das Voltaren-Wärmepflaster. Der Außendienst ist unterwegs und sammelt Bestellungen ein. In wenigen Monaten soll die Ware kommen.

Platzhirsch Thermacare erhält binnen kurzer Zeit eine zweite Kampfansage. Nachdem im Juni der Außendienst von Beiersdorf Thermaplast als Konkurrenz zum Marktführer im Gepäck hatte, ist nun GSK mit Voltaren-Wärmepflastern unterwegs. Beiersdorf wollte im Herbst die Ware liefern, musste den Apotheken aber Anfang August aufgrund von Problemen mit einem japanischen Lieferanten erst einmal absagen.

Jetzt will GSK den Markt erobern. Voltaren-Wärmepflaster setzen ebenfalls auf Eisenpulver, Aktivkohle, Wasser und Natriumsalze. Bei Anwesenheit von Luftsauerstoff entsteht durch Oxidation Wärme. Über einen Zeitraum von zehn Stunden soll das Wärmepflaster eine tief eindringende Wärme von etwa 40 Grad erzeugen und dadurch Verspannungen lösen, die Durchblutung steigern und den Schmerz lindern. Dazu wird das Pflaster direkt auf die Haut aufgebracht. Das Produkt ist zum einmaligen Gebrauch bestimmt und wird als dünn und diskret beschrieben.

GSK will die Pflaster im Dezember ausliefern, Apotheken können schon jetzt Ware bestellen. Der Außendienst setzt auf den „Voltaren Wärmepflasterpreis“ – und zeigt den Preisunterschied zu Thermacare auf Basis des Apothekeneinkaufspreises (AEP) auf: Die Rückenauflagen zu vier Stück seien 51 Prozent günstiger. Dies schlägt sich auch im Preis für den Kunden wieder: Vier Wärmeauflagen für den Rücken sollen 13,95 Euro kosten – so die unverbindliche Preisempfehlung (UVP). Eine Ersparnis von 29 Prozent soll die Kunden beim Wärmepflaster für Schulter und Nacken überzeugen.

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