HEC Pharm: Generika und Aluminium

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Berlin - Zwischen den bekannten Rabattarzneimitteln gibt es in der Apotheke auch Exoten: Ein Unternehmen, dass gleichzeitig relativ groß – US-Medien ziehen bereits Vergleiche zu Ranbaxy und Dr. Reddy's – und hierzulande noch weitestgehend unbekannt ist, ist HEC Pharm. Das chinesische Pharmaunternehmen hat 2012 sein erstes Präparat auf den Markt gebracht und ist damit bereits in zwei Rabattverträgen vertreten.

Die HEC Gruppe wurde 1992 unter dem Namen Zhejiang Hengdian Electronic Company gegründet und gehört heute mit einem Umsatz von 2 Milliarden US-Dollar zu den 50 größten Privatunternehmen in China. Das Hauptgeschäft der Gruppe ist Aluminium: HEC besitzt die größte Produktionsstätte für Folien und Kondensatoren. Außerdem besitzt die Gruppe seit 2007 ein eigenes Kraftwerk und eine Genehmigung zum Bergbau.

Zum Pharmageschäft war man eher zufällig gekommen: 2001 hatte die HEC Gruppe bei einer Investition im Aluminiumgeschäft auch eine Produktionsstätte für pharmazeutische Wirkstoffe in der Provinz Hubei erworben, vier weitere Werke kamen wenig später dazu. Zwei Jahre darauf wurde die Sparte HEC Pharm gegründet, die von Zhang Zhongneng – dem Eigentümer der HEC Gruppe – und Dr. Guenther Kinast geleitet wird.

Zunächst hatte sich HEC Pharm auf Generika konzentriert. Gestützt durch das Aluminiumgeschäft der HEC Gruppe wurde aber inzwischen eine Forschungsabteilung mit 1200 Mitarbeitern und einem Budget von mehr als 70 Millionen Dollar eingerichtet: Die Strategie des Unternehmens ist es, hochqualifizierte Wissenschaftler aus China und dem Ausland zu gewinnen.

Berufsanfängern bietet HEC Pharm nicht nur ein für chinesische Verhältnisse gutes Gehalt, sondern auch Wohnungen und Prämien. Die genaue Zahl der Mitarbeiter spielt in China keine große Rolle, entscheidend ist die Ausbildung: Bei HEC Pharm betont man, dass 65 Prozent der Beschäftigten in der Forschung und Entwicklung einen Master- oder Doktortitel haben.

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