Noweda: Erstmals weniger Mitglieder

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Berlin - Hat die Noweda erstmals in ihrer Geschichte Mitglieder verloren? Der Geschäftsbericht weist das für das abgeschlossene Geschäftsjahr so aus. Doch ein Sprecher beruhigt auf Nachfrage: Im Gegenteil, die Genossenschaft habe weiter deutlich zugelegt. Nähere Ausführungen dazu soll es aber erst bei der morgigen Generalversammlung des Großhändlers geben. Der Vorsitzende Dr. Michael Kuck wird in seinem Lagebericht auf das Thema eingehen.

In den vergangen Jahren gab es bei der Noweda nur eine Richtung: nach oben. Der Umsatz hat sich seit 2000 nahezu versechsfacht, die Zahl der Mitglieder erhöhte sich von 5200 auf knapp 9300. Ob im Wettbewerb, bei Verhandlungen mit Herstellern oder auch bei politischen Kampagnen: Die extrem loyale Basis ist das größte Kapital der Genossenschaft. Bei jeder Übernahme galt es daher, die Kunden auch als Mitglieder zu gewinnen.

Im Ende Juni abgelaufenen Geschäftsjahr gab es jedoch erstmals seit 1990 oder sogar noch länger einen leichten Rückgang: 506 neuen stehen 590 ausgeschiedene Mitglieder gegenüber, eine Differenz von 84 oder umgerechnet knapp 1 Prozent. Keine große Zahl, gerade vor dem Hintergrund der rückläufigen Zahl der Apotheken. Aber möglicherweise ein Hinweis, dass auch in Essen die Bäume nicht endlos in den Himmel wachsen. Die Anzahl der Geschäftsanteile erhöhte sich um 7 Prozent auf knapp 240 Millionen Euro. Aber wie gesagt: Eine Erklärung dazu soll es morgen geben.

Operativ lief es rund: Der Umsatz kletterte um 12,4 Prozent auf knapp 7,1 Milliarden Euro. In Deutschlang ging es um 12,8 Prozent auf 6,7 Milliarden Euro voran. Hier entfiel etwas mehr als die Hälfte des Zuwachses von 750 Millionen Euro auf Ebert+Jacobi; der Ende 2016 übernommene Privatgroßhändler war im vergangenen Geschäftsjahr nur zur Hälfte konsolidiert worden. Am besten lief es in den zuletzt eröffneten Niederlassungen in Hamburg und Böblingen.

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