OTC-Hersteller

Merck/P&G: Die neue Ära

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Berlin -

Die OTC-Sparte von Merck gehört offiziell zum US-Konsumgüterhersteller Procter & Gamble (P&G). Mit dem Zusammenschluss von Femibion, Wick & Co. ergeben sich neue Zuständigkeiten, noch steht das Führungsteam aber nicht fest. Wer das deutsche Geschäft künftig verantworten wird, könnte im Frühjahr entschieden werden. Bisher wurde nur eine Personalie offiziell verkündet.

Mit P&G und der OTC-Sparte von Merck treffen zwei unterschiedlich ausgerichtete Unternehmen aufeinander. Der Wick-Hersteller ist amerikanisch geprägt, die Kampagnen für die Produkte hierzulande werden regelmäßig vom Mutterkonzern übernommen. Angesichts von Sparmaßnahmen gibt es bei P&G seit Oktober 2014 keinen eigenen Außendienst, die Apotheken werden über den Dienstleister Ashfield mit rund 50 Mitarbeitern betreut. Die OTC-Marken von Merck werden dagegen von rund 30 Außendienst- und Key-Account-Mitarbeitern angeboten.

Der Außendienst beider Firmen agiert zunächst weiter separat voneinander. Für Apotheken bleiben die Ansprechpartner vorerst identisch. Auch an den Logos wird sich nichts ändern. Zunächst müssen die Marken formal überführt werden. In den kommenden Monaten laufen beide Sparten trotz abgeschlossener Übernahme weiter unter altbekannter Flagge. An den Firmensitzen – Darmstadt und Schwalbach am Taunus – ändert sich erst einmal nichts.

Bis in den Sommer hinein könnte es dauern, bis die neue Organisation steht. Die neuen personellen Verantwortlichkeiten sind noch nicht verteilt. Bei der Besetzung der neuen Führungsriege ist davon auszugehen, dass die Posten auch unter firmenpolitischen Gesichtspunkten verteilt werden. Jochen Schlindwein ist zunächst weiter für Merck für Deutschland, Österreich und die Schweiz sowie das zentrale Osteuropa zuständig. Sein Verkaufsleiter bleibt weiterhin Werner Nuxoll, für das Marketing ist Christiane Boventer verantwortlich. Bei P&G verantwortet Dr. Markus Hammer die Geschäfte.

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