Merck-OTC: Grünes Licht für P&G

, , Uhr
Brüssel -

Merck hat von der EU-Kommission die Genehmigung zum Verkauf seiner OTC-Sparte an den US-Konzern Procter & Gamble (P&G) bekommen.

Man habe keine Wettbewerbsbedenken, erklärte die Brüsseler Behörde. Merck hatte den Verkauf im Wert von 3,4 Milliarden Euro im April angekündigt. Betroffen sind weltweit 3300 Mitarbeiter, darunter 300 in Deutschland.

Es geht um das Geschäft mit frei verkäuflichen Präparaten wie Nasensprays oder Vitamintabletten. P&G steht hinter Marken wie Wick, dem Waschmittel Ariel, der Zahncreme blend-a-med oder Pampers-Windeln. Der US-Konzern sieht die Merck-Sparte nach eigenen Angaben als Ergänzung seines eigenen Geschäfts mit Gesundheitsprodukten, darunter die Zahnbürste Oral-B.

Merck hatte die Sparte mit Marken wie Kytta, Femibion, Nasivin, Cebion, Multibionta, Bion3, Vigantol, Epamax und Kohle Compretten im September 2017 zur Disposition gestellt. Alleine sei es zu klein für Merck, befand Vorstandschef Stefan Oschmann. Stattdessen will er sich mehr auf die teure Entwicklung von Blockbustern konzentrieren, die hohe Erlöse versprechen, wie dem Krebsmedikament Bavencio und der MS-Tablette Cladribin. Der Verkauf sei ein wichtiger Schritt „in der strategischen Ausrichtung von Merck auf innovationsgetriebene Geschäfte“, erklärte er.

Bleiben Sie auf dem aktuellsten Stand und abonnieren Sie den Newsletter von APOTHEKE ADHOC.

 

Lesen Sie auch

APOTHEKE ADHOC Debatte

Mehr zum Thema
Millionen Stück ohne Sonderzulassung
Medice-Laientests: Resterampe bei Netto »
Coronaschutz am Arbeitsplatz
2G: Apotheke sperrt Außendienst aus »
Xylometazolin/Ipratropiumbromid
OTC-Switch für Otriven Duo? »
Mehr aus Ressort
Verkauf auch ohne BfArM-Listung möglich
Ansturm auf Schnelltests: Ramschgefahr »
Ältester Kommissionierautomat
Rowa #1 geht in Rente »
Weiteres
Wenig Interesse an Telemedizin
Stada-Umfrage: Arzt sticht App»
EU muss Schnittstellen-Verordnung absegnen
E-Rezept: Vorerst keine Daten für Vor-Ort-Plattformen»
Verkauf auch ohne BfArM-Listung möglich
Ansturm auf Schnelltests: Ramschgefahr»
Millionen Stück ohne Sonderzulassung
Medice-Laientests: Resterampe bei Netto»
Beeinflussung von Metastasen
Palmfett, Rezeptoren und Krebs»
Strafrechtler Dr. Patrick Teubner
FAQ: Gefälschte Impfausweise»