Johanniskrautpräparate

Laif: Schlechte Rohstoffe, geplatzte Tabletten Daniel Segal, 09.09.2016 08:58 Uhr

Berlin - Bayer hat bei seinem Johanniskrautpräparat Laif 900 gleich zwei Baustellen: Neben Schwierigkeiten bei der Rohstoffqualität gibt es auch Probleme mit aufgequollenen Tabletten. Um die Ware stabiler zu machen, arbeitet man in Leverkusen an einer neuen Formulierung.

Eine Apothekerin hatte sich an Bayer gewandt, nachdem sie in ihrem Lager eine Packung mit aufgequollenen Tabletten im versiegelten Blister gefunden hatte. Das Qualitätsmanagement des Konzerns betonte in seiner Antwort zwar, dass die betreffende Charge „keine Auffälligkeiten bezüglich des beschriebenen Fehlers“ gezeigt habe. Vielmehr sei es wahrscheinlich, dass der Artikel unsachgemäß gelagert oder verwendet wurde, wodurch die Blister-Folie beschädigt worden und Feuchtigkeit eingedrungen sei.

Dann räumt Bayer aber doch ein, dass die Probleme bekannt sind. Der Konzern verweist auf die chemische Eigenschaft der verwendeten Rohstoffe, wodurch Laif-Tabletten „gegenüber Feuchtigkeit empfindlich“ seien. Um dies künftig zu verhindern, habe man bereits „Maßnahmen zur Minimierung der Feuchteempfindlichkeit“ eingeleitet. Eine neue Formulierung werde für das 4. Quartal erwartet.

Bayer kennt das Problem schon länger: „Bei der Marke Laif sind in der Vergangenheit vereinzelt Reklamationen an uns herangetragen worden. Diese betrafen überwiegend Bruch oder Aufquellen der Tabletten“, sagt ein Sprecher, der erneut auf die Notwendigkeit der korrekten Lagerung hinweist: „Auf der Umverpackung sind deutliche Hinweise für die sachgerechte Lagerung prominent aufgebracht.“ Auf die Frage, wie das Problem jetzt konkret bekämpft werde, wurde er nicht konkret. Man habe „Maßnahmen zur Optimierung des Produktes“ vorgenommen, die „in Kürze in die Produktion einfließen“, so der Sprecher.

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