Docpharm: CC Pharma übernimmt Produktion

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Berlin - Der insolvente Reimporteur Docpharm stellt sich neu auf. Eine Investorengruppe übernimmt einen Teil des Geschäfts des Karlsruher Unternehmens. Produktion und Logistik werden ausgelagert.

Anfang Juli wurde das Insolvenzverfahren über das Vermögen von Docpharm eröffnet. Das Unternehmen wird in Eigenverwaltung weitergeführt und der Geschäftsbetrieb laufe unverändert. Bis Ende des Jahres sollen die Markenrechte und Zulassungen an eine Investorengruppe gehen. Der Kaufvertrag sei bereits unterschrieben, sagt ein Sprecher der Unternehmensberatung Falkensteg, die zum Generalbevollmächtigten bestimmt wurde. Die neue Firma wird unter dem Namen Docpharm weitergeführt.

Docpharm-Geschäftsführer Dr. Mathias Krebs erklärt die Pläne: „Nach der erfolgreichen Restrukturierung verfolgen wir mit der neuen Docpharm eine klare Wachstumsstrategie. Dazu werden wir das Sortiment mit Pharma- und Medizinprodukten deutlich erweitern.“ Der Kaufmann ist seit einem Jahr beim Reimporteur tätig. Geschäftsführer Helmut Stäblein wird das Unternehmen verlassen.

Der Reimporteur soll nach der Neuausrichtung „schlank aufgestellt“ werden und Geschäftsprozesse sollen „gänzlich“ digitalisiert werden. Die Produktion der Arzneimittel wird an CC Pharma ausgelagert, die Logistik übernimmt das Bielefelder Unternehmen SK Pharma.

Im Mai wurde laut Falkensteg ein Eigenverwaltungsverfahren gestartet, um die Ertrags- und Liquiditätslage zu verbessern und Altlasten abzubauen. „Das Sanierungsverfahren hatte das Ziel, das Unternehmen fortzuführen, was erfolgreich gelungen ist. Der Großhandel und die Apotheken haben den Weg positiv begleitet und bestellen wie gewohnt“, sagt Krebs.

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