Dermasence

Dermatologen für die Freiwahl Patrick Hollstein, 14.04.2015 13:10 Uhr

Berlin - Viele Kosmetikmarken in der Apotheke haben es schwer. Der Markt tritt auf der Stelle oder ist sogar rückläufig, Wachstum findet allenfalls im Versandhandel statt. Doch es gibt eine Ausnahme: Mit Abstand erfolgreichster Anbieter im vergangenen Jahr war P & M Cosmetics mit Dermasence. Hinter dem Mittelständler aus Münster stehen zwei Dutzend Dermatologen und ihre Angehörigen.

P & M wurde 1991 gegründet, die Abkürzung im Firmennamen steht für Pharmazie & Medizin. Gesellschafter der ersten Stunde waren zwei Dermatologen und eine Apothekerin aus Münster sowie zwei Hautärzte aus Gütersloh. Als Investor konnte außerdem der Textilfabrikant Rembert van Delden gewonnen werden, der von 1961 bis 1976 für die CDU im Bundestag saß.

Ursprünglicher Ansatz war es, Erkenntnisse aus der dermatologischen Praxis weiterzuentwickeln und Apothekern geeignete Rezepturgrundlagen zur Verfügung zu stellen. Als immer mehr Präparate von der Erstattung ausgeschlossen wurden, rückten kostengünstige Pflegeprodukte für Selbstzahler in den Fokus.

In den ersten Jahren waren vor allem Bestandteile wie Harnstoff, Ammoniumbituminosulfonat und Glycerin in den Dermasence-Präparaten zu finden. Ende der 1990er Jahre kamen Produkte für die ästhetische Medizin sowie typische Kosmetikartikel hinzu, die teilweise auch in angeschlossenen Instituten verkauft und in Kosmetikstudios angewendet werden. Laut Geschäftsführer Detlef Isermann hat das Unternehmen heute rund 45 verschiedene Rezepturen im Programm – allesamt Kosmetika für Patienten mit einem besonderen Beda

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