P&M Cosmetics eröffnet Kompetenzzentrum

Dermasence trotzt Corona

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Berlin -

Die Marke Dermasence hat sich in der Apotheke trotz Coronakrise stabil entwickelt. „Wir sind gut durch die Krise gekommen“, sagt der geschäftsführende Gesellschafter Detlef Isermann. Die Dermokosmetik vom Unternehmen P&M Cosmetics mit Sitz in Münster wird seit 30 Jahren angeboten. Zum Jubiläum wurde ein neues Zentrum eröffnet, in dem die Extrakte hergestellt werden.

P&M Cosmetics wurde 1991 von drei Dermatologen und einer Apothekerin in Münster gegründet. Zunächst wurden die Rezepturen in einem Wohngebiet im Zentrum entwickelt. Die Heilberufler suchten zunächst nach Lösungen für die Hautprobleme, die sie von ihren eigenen Patient:innen aus dem Arbeitsalltag kannten. Man wollte Formulierungen finden, die „höchsten Ansprüchen an Wirksamkeit und Verträglichkeit“ genügten. Das Sortiment wuchs und räumlich entwickelte sich die ehemals kleine Cremeküche zur Unternehmenszentrale mit 180 Kolleg:innen auf einem großen Areal am Münsterschen Hafen. Davon sind 50 im Außendienst tätig.

Am Samstag wurde in Bernburg in Sachsen-Anhalt das Medicos Science Center eröffnet. Dort entstehen durch ein hochspezialisiertes Extraktionsverfahren besonders effektive und verträgliche Wirkstoffe für die medizinischen Hautpflegeprodukte. Das neue Kompetenzzentrum ist laut Unternehmensangaben auch ein An-Institut der Hochschule Anhalt. Insgesamt wurden rund 3,6 Millionen Euro investiert. „Mit der Eröffnung dieses Produktionsortes setzen wir ein Symbol, medizinische Hautpflege weiterzudenken – und dabei Tradition und Innovation zusammenzuführen zu etwas Neuem, das uns in die Zukunft trägt und damit die Geschichte von Dermasence fortschreibt“, so Isermann.

Auf dem rund 2400 Quadratmeter großen Grundstück ist in 14 Monaten Bauzeit eine Produktionshalle inklusive Anlagenbereich mit einer Gesamtgröße von rund 600 Quadratmetern entstanden. Hinzu kommen rund 150 Quadratmeter Buüoflächen. Drei festangestellte Mitarbeiter sind dort tätig. In Bernburg wird künftig etwa Fäberwaid zu Extrakten verarbeitet. Und es wird weitere geben: „Denn hier [in Bernburg] ist der Ort entstanden, an dem wir Schätze der Natur, die in Vergessenheit geraten sind, nutzbar machen für die menschliche Haut und ihre Bedürfnisse. [...] Wo wir dafür sorgen, dass Fäberwaid, Arnika oder Rhabarber in Zukunft fü die Menschen verbunden sein werden mit konkreten Lösungen für Haut, die Hilfe braucht,“ sagt Isermann.

Insgesamt blickt die Marke auf eine positive Entwicklung zurück. Im Geschäftsjahr 2020/21 wurde ein Gesamtumsatz von rund 35,5 Millionen Euro erwirtschaftet; im Vorjahr waren es 31,2 Millionen Euro. Damit setzte die Apothekenmarke ihren Wachstumskurs der vergangenen Jahre fort. Wegen vermehrter Belastungen durch Umwelteinflüsse und Stress seien immer mehr Menschen von Hautproblemen betroffen. „Die Verbraucher setzen in Sachen Hautgesundheit zunehmend auf die besonders hohe Kompetenz medizinischer Hautpflege aus der Apotheke.“

Die negative Entwicklung der Kosmetikverkäufe im vergangenen Jahr habe Dermasence nicht zu spüren bekommen. Insgesamt haben Vor-Ort-Apotheken 5 Prozent weniger mit Kosmetik umgesetzt als 2019. Der Gesamtmarkt war um 2 Prozent rückläufig. Eine gute Pflege gehöre auch in der Krise dazu, so Isermann. „Keiner will darauf verichten. Wir haben die TV-Werbung verstärkt und digitale Schulungen angeboten“, so Isermann. Das Wachstum habe im zweistelligen Bereich gelegen. Dass der Außendienst zeitweise nicht mehr in die Apotheken konnte, sei dennoch spürbar gewesen. „Die Verbraucher haben außerdem gelernt, bei Versandapotheken zu bestellen.“ Deshalb sei es wichtig, die Vor-Ort-Apotheken etwa bei der Beratungskompetenz zu unterstützen.

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