Verblisterung und Einnahmekontrolle

BMWi fördert Tabletten-Dispenser Cynthia Möthrath, 19.10.2020 13:14 Uhr

Berlin - Die regelmäßige Einnahme von Medikamenten kann eine Herausforderung sein. Deshalb hat Compware Medical das IT-gestützte Tabletteneinnahmesystem „Maja sana“ entwickelt. Verschiedene Elemente sollen eine optimale Compliance sicherstellen. Die Apotheke fungiert dabei als zentraler Dreh- und Angelpunkt. Das Projekt wird vom Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) gefördert und soll bereits im nächsten Jahr zur Marktreife kommen.

Morgens die kleine Gelbe, mittags die runde Weiße und abends ganz viele: Für viele Menschen gehört die Einnahme von Medikamenten zum Alltag. Ab fünf Substanzen oder mehr ist die Rede von einer Polypharmazie. Über zehn Millionen Menschen sind in Deutschland davon betroffen. Doch die Einnahme birgt ihre Risiken: Nebenwirkungen, Falscheinnahmen oder gar Nichteinnahmen sind die Folge einer Medikamentenflut, welche Betroffene und Angehörige oftmals überfordert.

Apotheke als zentraler Dreh- und Angelpunkt

Hier kann die Apotheke als kompetenter Ansprechpartner punkten: Die Vorbereitung der Medikamente sowie das Rezeptmanagement stellen dabei wesentliche Faktoren dar. Als besonders sicher gilt dabei die maschinelle Verblisterung, da manuelle Fehldosierungen verhindert werden. Gerd Meyer-Philippi hat mit seinem Unternehmen Compware Medical 2018 angefangen, an einer digitalen Lösung in diesem Bereich zu arbeiten. Das Ergebnis: ein automatischer Medikamenten-Dispenser für sieben Tage, eine App für Patienten, Angehörige oder den Pflegedienst und all das mit der Vor-Ort-Apotheke als Zentrum. „Wenn einer Medikamenten-Management kann, dann die Apotheke – den meisten Menschen ist gar nicht bewusst, was die Apotheke alles macht“, meint Meyer-Philippi.

Das IT-gestützte Tabletteneinnahmesystem „Maja sana“ ist eine Innovation: Durch die digitale Technologie sollen Schwachstellen der bisherigen Medikamentenversorgung verbessert werden. „Dadurch soll nicht nur der Betroffene selbst, sondern auch die Angehörigen und weitere Beteiligte wie der Pflegedienst entlastet werden.“ Alle relevanten Prozesse von der Apotheke bis zur Einnahme werden unterstützt, falls notwendig werden Angehörige oder Dritte miteinbezogen – beispielsweise bei einer Nichteinnahme. Der Dispenser zeichnet alle Einnahmen auf, falls gewünscht kann die Einnahme parallel mit einer App unterstützt werden – dies ist jedoch nicht zwingend notwendig. Die Historie kann jederzeit eingesehen werden, außerdem können Bluetooth-Geräte wie ein Blutdruckmessgerät gekoppelt und die entsprechenden Daten gespeichert werden. „So werden alle Daten gebündelt und stehen beispielsweise bei einem Arztbesuch zur Verfügung“, erläutert Meyer-Philippi.

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