Keine Anbrüche für Blisterzentren

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Berlin - Um Arzneimittelmüll zu vermeiden, hat das Blisterzentrum Rudolstadt in der Vergangenheit gelegentlich in Apotheken angebrochene Packungen weiterverarbeitet. Jetzt wurde diese Praxis eingestellt. Man habe die Apotheken „auf den Umstand hingewiesen, dass eine bisher praktizierte Verfahrensweise aus rechtlichen Überlegungen nicht mehr praktiziert werden darf“, so Geschäftsführer Ralf Keilhau gegenüber APOTHEKE ADHOC.

Dabei ging es beispielhaft um folgende Verfahrensweise: Ein Bewohner eines Heimes, das durch die versorgende Apotheke mit Schlauchbeutelblistern beliefert wird, soll ein neues Medikament bekommen. Die Apotheke beliefert den Heimbewohner auf klassischem Wege mit einer Teilmenge einer Packung für sieben Tage. Die restliche Menge wird bei der nächsten Belieferung mit Blistern nach Med-Plan im Blister im Blisterzentrum angefordert. Die angebrochene Packung wird dem Blisterzentrum zu Kauf angeboten. „Dies sollte eine einfache und für das Heim arbeitssparende Verfahrensweise abbilden“, so Keilhau.

Probleme treten in Heimen immer wieder auch dann auf, wenn neue Bewohner aufgenommen werden, die kurz zuvor noch von Arzt und Apotheker mit einem Vorrat an Arzneimitteln versorgt wurden. Statt die mitgebrachten Arzneimittel im Pflegeheim einzusetzen, bevorzugt das Personal die Belieferung mit Blistern, um Fehler bei der Medikation zu vermeiden und Zeit zu sparen.

Anfang August informierte das Blisterzentrum seine Apotheken über die notwendige Änderung dieser Praxis: „Unsere Aufsichtsbehörde verbietet uns ab sofort Arzneimittel, die aus Pflegeheimen oder von Patienten entgegengenommen wurden, zur maschinellen oder manuellen Neuverblisterung oder zum Stellen gemäß § 34 Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO)“ zu verwenden.

APOTHEKE ADHOC Debatte

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