Fest und flüssig: Unterschiedliche Arzneiformen in einem Blister

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Berlin - Flüssigkeiten und Tabletten in einem Blister? Bislang unvorstellbar. Multi-Dose oder Unit-Dose-Systeme sind zum Verblistern fester Arzneiformen seit Langem bekannt. Die patientenindividuelle Arzneimittelversorgung flüssiger Zubereitungen konnte bislang nur durch manuelles Stellen gewährleistet werden. Ein Siegelautomat kann nun unter Verwendung von Becher-Blistern die individuellen Anforderungen der Medikation sicherstellen und in einem Tray beide Arzneiformen verblistern.

Medinoxx bietet den öffentlichen Apotheken die Möglichkeit, feste und flüssige Darreichungsformen zu verblistern. Das System bietet dazu Behälter in unterschiedlichen Größen. Die Becher fassen 10 beziehungsweise 15 ml. Auch die Trays können einen unterschiedlichen Bedarf decken – bis zu vier oder bis zu sechs Medikationszeitpunkte können bedient werden. Zudem ist ein Stellen von bis zu vier Wochen möglich.

Das System arbeitet mit wiederverwendbaren Komponenten und kann laut Hersteller den Kunststoffabfall um bis zu 60 Prozent reduzieren. Die Trays können wiederverwendet und in der Spülmaschine gereinigt werden. Die Becher und Siegelfolien sind jedoch nur zum einmaligen Gebrauch geeignet.

Blistern kann ein Werkzeug sein, die Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) zu erhöhen. Das Ziel der AMTS ist es, Risiken zu erkennen und Medikationsfehler zu vermeiden. Der bestimmungsmäßigen Gebrauch eines Arzneimittels soll gewährleistet werden und Patienten vor möglichen unerwünschten Arzneimittelereignissen und Medikationsfehlern geschützt.

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