Bayer: Atopivet bei Hautbeschwerden

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Berlin - Bayer wird die Vermarktung von mehreren Tierarzneimitteln des spanischen Unternehmens Bioiberica übernehmen – zumindest bis zum Abschluss des Verkaufs der gesamten Veterinärsparte an Elanco. Auf das Futterergänzungsmittel Condrovet für Hunde und Katzen folgt mit Atopivet ein Präparat gegen allergische Hautausschläge. Denn auch die Vierbeiner können an einer atopischen Dermatitis oder anderen Ekzemen leiden. Das Präparat ist als Kapsel und Spot-On Produkt verfügbar.

Atopivet kombiniert zwei Wirkstoffe: Glukosaminoglykane und Omega-3-Fettsäuren sollen die geschädigten Hautpartien gezielt von innen und außen pflegen. Das Präparat ist als Kapsel und Spot-On für Hunde und Katzen erhältlich. Die Inhaltsstoffe sollen den Wiederaufbau einer intakten Lipidschicht fördern und gleichzeitig den Juckreiz lindern. Viele Haustiere beginnen sich zu kratzen oder zu lecken, sodass sich die betroffenen Bereiche immer wieder entzünden. Durch diese Dauerschädigung der Haut kann es zu einem chronischen Ekzem kommen. Je nachdem, welche Bereiche betroffen sind, kann es auch zu einem stetigen Wachstum der entzündeten Areale kommen.

Das Spot-On-Produkt ist zu je 2 ml in eine Pipette abgefüllt. Nach Abdrehen des Verschlusses kann die Lösung auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen werden. Die externe Anwendung soll die Haut von außen beruhigen und Symptome wie Juckreiz lindern. Oral eingenommen soll der Organismus bei der eigenständigen Reparatur der geschädigten Epidermis unterstützt werden.

Omega-3-Fettsäuren für die Haut

Omega-3-Fettsäuren gehören zu den ungesättigten Fettsäuren. Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) sind zwei antientzündliche Vertreter der Stoffgruppe, die kaum über die Nahrung aufgenommen werden können. Ein ausgewogenes Omega-6- zu Omega-3-Verhältnis im Gewebe ist wichtig, um optimale Abläufe im Körper zu ermöglichen. Kommt das Verhältnis aus dem Gleichgewicht, so wird vermutet, dass es zum häufigeren Entstehen von Allergien und entzündlichen Krankheiten kommt. In Bezug auf den Menschen existieren einige wenige Studien, die eine Zufuhr von EPA und DHA als eine mögliche Neurodermitis-Prävention und -Behandlung ansehen. Entscheidend sei die ausreichende Menge, um einen optimalen Omega-3-Status zu erreichen. Ähnliches könnte auf Haustiere zutreffen.

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