Wenn die Katze Asthma hat

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Berlin - Nicht immer geht es um den Menschen in der Apotheke. Oftmals kommen besorgte Kund:innen wegen ihrer geliebten Vierbeiner in die Apotheke. Was kann man raten, wenn die Katze hustet, unabhängig von der Nahrungsaufnahme anfängt zu schlucken oder gar eine niederschmetternde Verdachtsdiagnose im Raum steht?

Katzen zeigen oft nicht, wenn es ihnen nicht gut geht. Die Halter müssen aufmerksam sein, um eine Verhaltensänderung zu erkennen. Umso erschreckender ist es, wenn ein Röntgenbild dann plötzlich Veränderungen zeigt. Schatten auf der Lunge – das klingt für viele direkt nach Lungenkrebs. Doch bevor man vom schlimmsten ausgeht, lohnt es sich, andere Faktoren zu berücksichtigen und eine umfangreiche Anamnese aufzustellen. Denn auch Katzen können Arten von Asthma und COPD entwickeln. Eine Lungenentzündung oder Pilzinfektion kann ebenfalls vorkommen.

Eine Röntgenuntersuchung allein reicht in den seltensten Fällen aus, um eine gesicherte Diagnose abgeben zu können. Doch die weiterführende Diagnostik stellt die Tierärzt:innen häufig vor neue Herausforderungen. Je nach Alter der Katze kann eine benötigte Narkose zu Problemen führen. Da unterscheiden sich Tiere nicht so sehr vom Menschen – je älter das Tier, desto risikoreicher die Narkose. Aus diesem Grund raten die Ärzt:innen manchmal von einer weiterführenden Diagnostik ab. Lieber setzt man auf „Trial and Error“ und versucht es mit einer medikamentösen Therapie.

Auch Katzen können Asthma haben

Asthma bei Katzen ist keine Seltenheit. In den meisten Fällen handelt es sich um allergisches Asthma. Anders als Menschen zeigen die Samtpfoten ihr Leiden nicht. Das frühzeitige Erkennen fällt schwer. Katzen-Asthma wird auch felines Asthma genannt. Die genauen Auslöser sind meist nicht zu bestimmen. Neben einer Allergie gegenüber einem bestimmten Stoff werden auch eine genetische Veranlagung sowie Vorerkrankungen als mögliche Risikofaktoren diskutiert. Dass Hauskatzen von Rauchern, die in der Wohnung rauchen, an Asthma erkranken können, gilt als gesichert. Doch auch die Klassiker Pollen, Hausstaubmilben und trockene Luft können die Bronchien reizen.

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