Apothekenkooperationen

Avie: Vetorecht für den Beirat APOTHEKE ADHOC, 14.03.2018 09:05 Uhr

Berlin - Avie stärkt die Basis: Die saarländische Apothekenkooperation hat den Apothekerbeirat umgebaut. Künftig werden drei statt sechs Mitglieder in dem Gremium sitzen. Die Apotheker sollen von Beginn an in neue Projekte eingebunden werden und haben ein Vetorecht.

Fünf Jahre nach der Gründung des Beirats soll das Gremium der Kooperation zufolge mehr Befugnisse erhalten. Hauptziel sei die verstärkte Einbindung der „apothekerlichen Expertise“. Die drei Apotheker sollen Ideen einbringen und neue Konzepte, Dienstleistungen und Projekte künftig bereits von Anfang an begleiten. Der Beirat soll bewerten, ob die Aktionen und Entscheidungen aus der Systemzentrale umsetzbar und praxisnah sind.

Gefällt dem Beirat eine Idee nicht, kann er künftig sein Veto einlegen. „Als sichtbares Bindeglied zwischen Systemzentrale und Partnern soll der Beirat dazu beitragen, dass sachgerechte Entscheidungen getroffen werden und diese auch in Richtung der Partner vertreten“, heißt es. Ende 2017 hatte es Unruhe bei der zur Kohl-Gruppe gehörenden Apothekenkooperation gegeben. Ein Mitglied hatte in einem Brandbrief heftige Kritik geübt.

Im neuen Beirat sitzen drei Mitglieder: Alexander Auer (drei Avie-Apotheken in Nürnberg und Schwaig), Michael Schurig (drei Avie-Apotheken in Homburg, Kirkel und Bexbach) und Dr. Matthias Bein (eine Avie Apotheke in München-Haar). Das Gremium sei aus organisatorischen Gründen verkleinert worden, heißt es bei Avie. Eine Vergrößerung sei nicht ausgeschlossen. Avie-Geschäftsführer Dominik Klahn lobt die neue Truppe: „Alle drei verfügen über jahrelange Erfahrung in der Offizin und sind engagierte und erfolgreiche Inhaber, die die Kooperationsidee der Avie zum Vorteil aller Partner weiter voran bringen werden.“

Edwin Kohl hatte Avie 2004 gemeinsam mit dem Standortentwickler Joachim Birkle gegründet. Drei Jahre später erlebte das Franchise einen regelrechten Aderlass, als Birkle im Streit ausschied und knapp 40 der insgesamt 54 Apotheken mitnahm. 2010 war die Gruppe auf 100 Apotheken angewachsen, seitdem hat sich die Zahl etwa verdoppelt.

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