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ARZ Haan: Apothekengeschäft schwächelt

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Berlin -

Das ARZ Haan hat im Geschäftsjahr 2019 den Umsatz um 14 Prozent auf 64,4 Millionen Euro gesteigert. Während die Abrechnung für sonstige Leistungserbringer sich positiv entwickelt, war das Apothekengeschäft rückläufig.

Knapp 22 Millionen Euro (34 Prozent) entfielen auf die Geschäftssparte Rezeptabrechnung für Apotheken, die allerdings um 6 Prozent rückläufig war. Hier hätten „der enorme Wettbewerbsdruck sowie die grundsätzliche Marktkonsolidierung“ zu sinkenden Kundenzahlen geführt. „Zudem entwickelten sich die Rezeptgebühren rückläufig, woraus eine Umsatzabweichung im Planvergleich resultierte. Ein Teil dieser Entwicklung konnte durch Kosteneinsparungen und effizientere Workflows kompensiert werden.“

Mit 36 Millionen Euro entfallen 56 des Gesamtumsatzes auf die Belegverarbeitung für Sonstige Leistungserbringer, ein Plus von 8 Prozent. Erstmalig entfallen zudem 10 Prozent vom Umsatz auf Digitale Dienstleistungen im Gesundheitswesen. Dies spiegele die erfolgreiche Diversifikation der Gruppe wider. Hinter dem neuen Bereich stehen insbesondere drei Softwareunternehmen im Konzern: die DM EDV- und Bürosysteme als langjährig etablierter Anbieter ambulanter und stationärer Pflegesoftware, die ARZ.dent mit „teemer“, dem ersten cloud-basierten Abrechnungs- und Praxisverwaltungssystem im dentalen Markt, sowie die ARZ.digital, die vor einem Jahr um die digitale Überleitungsplattform „Bett-y“ zur Vernetzung von Krankenhäusern und Nachsorgern ergänzt wurde.

Man habe nicht nur strategische Weichen gestellt, sondern sich auch im Kerngeschäft, also der Abrechnung von Apotheken und Sonstigen Leistungserbringern, in einem „sehr ambitionierten Wettbewerbsumfeld“ klar behauptet. Wir sind sehr zufrieden mit dem Geschäftsverlauf aller unserer operativen Tochterunternehmen“, so Dr. Philipp Siebelt, Sprecher des Vorstands.

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