Apobank-Umfrage

Apotheker kommen besser durch Corona-Krise als Ärzte APOTHEKE ADHOC, 30.04.2020 14:02 Uhr

Berlin - Die Corona-Krise hat die Heilberufler fest im Griff – allerdings mit unterschiedlichen Folgen: Während ein Teil durch die Pandemie an ihre Leistungsgrenzen geht, geraten gleichzeitig viele Betriebe in wirtschaftliche Schieflage. Insgesamt verkraften die Apotheken die wirtschaftlichen Konsequenzen besser als Ärzte und Zahnärzte. Um einen Überblick zu bekommen, inwieweit sich die Heilberufler gesellschaftlich, privat und beruflich betroffen fühlen, hat die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (Apobank) ihre Sorgen und Bedürfnisse in einer Umfrage ermittelt.

Mit 67 Prozent schätzen die Apotheker die Auswirkungen von Covid-19 für ihr soziales Leben am höchsten ein. Zudem scheint die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für fast die Hälfte (43 Prozent) vergleichsweise problematisch zu sein. Trotzdem ist das Verständnis für die bisherigen Maßnahmen der Bundesregierung mit 71 Prozent Zustimmung bei den Apothekern am höchsten im Vergleich zu Ärzten und Zahnärzten. Darüber hinaus stellen Apotheker die Berufsgruppe dar, die sich vergleichsweise am besten informiert fühlt (28 Prozent).

Auch wirtschaftlich kommen die Apotheken besser durch die Corona-Krise als die Ärzte. Lediglich 7 Prozent der Apotheker – und damit im Vergleich am wenigsten – mussten in ihren Betriebsstätten auf Kurzarbeit umstellen. 24 Prozent wollen sich in Zukunft mit diesem Thema beschäftigen. Im Gegensatz zu den anderen Heilberufen mussten nur 5 Prozent der befragten Pharmazeuten auf staatliche Hilfe zurückgreifen. Für 18 Prozent ist dies zukünftig denkbar. Rund zwei Drittel plant allerdings keinerlei Inanspruchnahme.

„Die Ausbreitung des Coronavirus ist für uns als Gesellschaft äußerst herausfordernd und verlangt jedem Einzelnen beruflich und privat viel ab – dies gilt besonders für unsere Heilberufler“, sagt Daniel Zehnich, Leiter des Bereichs Gesundheitsmärkte und Gesundheitspolitik bei der Apobank. „Als Standesbank wollen wir wissen, was die Ärzte, Zahnärzte, Apotheker aktuell umtreibt, auch um unsere bisherige Unterstützungsleistungen entsprechend anzupassen. Die Antworten zeichnen ein erstes Stimmungsbild. Demnach fürchten die befragten Heilberufler weniger um die Gesundheit als um die Auswirkungen der Pandemie auf die Wirtschaft und das Arbeitsleben. Einige mussten bereits selbst Maßnahmen ergreifen, um den eigenen Praxisbetrieb zu sichern und die ambulante Versorgung auch weiterhin gewährleisten zu können.“

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