Apobank: So lege ich als Apotheker:in richtig an

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„Diese Entwicklung ist kein Einzelfall, auch in anderen Krisen zeigte sich ein ähnliches Bild“, sagt Niedermeier. So sei auch in der Finanzkrise von 2007 bis 2009 – die oft als Jahrhundertkrise bezeichnet wird – ein Großteil der börsennotierten Unternehmen weiterhin profitabel gewesen: Beim S&P 500 lag der Anteil mit positivem Jahresüberschuss 2009 sogar bei 93 Prozent. Und selbst die wenigen Unternehmen, die keinen Gewinn erwirtschafteten, konnten sich in den Folgejahren überwiegend erholen und wieder Dividenden an ihre Aktionäre ausschütten.

„Das Risiko eines Totalverlusts ist bei breit gestreuten Aktienportfolien also verschwindend gering. Und nicht nur das: Es gibt auch Wertpapiere, die das Risiko aktiv abfedern“, erklärt Niedermeier. So würden die Preise einiger Anlageklassen in der Regel dann steigen, wenn Aktien fallen. Das trage zur Stabilität des Vermögens bei. Beispiele hierfür sind Staatsanleihen von hochentwickelten Ländern wie Deutschland und den USA, deren Preise in Krisenzeiten oft zulegen, weshalb diese Titel trotz niedriger Zinsen für Anleger attraktiv bleiben.

„Diese Form der Absicherung funktionierte auch in der Corona-Krise“, sagt Niedermeier und verweist dabei auf jenen Kursfall des Dax zu Beginn der Coronakrise: So fiel der Preis des deutschen Leitindexes zwischen dem 19. Februar und 18. März 2020 um fast 40 Prozent. In der gleichen Zeit stiegen die Preise von US-Staatsanleihen jedoch, da sie in Krisenzeiten von vielen Investoren als sicherer Zufluchtsort gesehen und stark nachgefragt werden.

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