Wenn Kinder dauerhaft Verstopfung haben

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Berlin -

Kinder leiden genauso wie Erwachsene unter Verstopfung. Die Therapie sollte an das Alter angepasst werden. Viele Eltern schwören auf Hausmittel wie Trockenfrüchte oder Pflaumensaft. Medikamentös lässt sich eine anhaltende Obstipation oftmals schneller in den Griff bekommen. Insbesondere bei chronischer Obstipation helfen Arzneimittel meistens besser. Neue Daten zeigen auch den möglichen langfristigen Einsatz von Bisacodyl bei Kindern.

Chronische Verstopfungsbeschwerden zählen zu den häufigen Gesundheitsstörungen in Deutschland. Auch Kinder können betroffen sein. Die refraktäre funktionelle Obstipation kann oftmals nur mit Arzneimitteln behandelt werden. Eine Gabe von Sahne, Pflaumensaft oder Ballaststoffen alleine ist nicht immer ausreichend.

Da die Obstipation zwar mit einem deutlichen Verlust an Lebensqualitätverbunden sein kann, jedoch keine erhöhte Mortalität aufweist, sind Nutzen und Risiken einer Therapie bei Kindern besonders vorsichtig abzuwägen. Definitionsgemäß handelt es sich um eine chronische Verstopfung, wenn es weniger als dreimal die Woche zur Defäkation kommt. Betroffene müssen häufig stark pressen und erfahren das subjektive Gefühl der unvollständigen Darmentleerung.

Generelle Auslöser für eine Obstipation können sein:

  • Lebensgewohnheiten
    • geringe Flüssigkeitsaufnahme
    • wenig Bewegung
    • Stress
  • Krankheiten und Therapien
    • chronisch-entzündliche Darmerkrankungen
    • angeborene anatomische Anomalien im Gastrointestinalbereich
    • Morphin oder andere Opiode

Wurden mögliche Auslöser identifiziert, so kann mit der Therapie begonnen werden. Hilft eine Umstellung der Gewohnheiten nicht aus, um die Verdaaung in Schwung zu bringen, so können Eltern auch auf medikamentöse Unterstützung zurückgreifen.

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