US-Krankenversicherung begrenzt Einsatz von Alzheimer-Medikament

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Berlin -

Die öffentliche US-Krankenversicherung will die Übernahme der immensen Kosten für ein umstrittenes neues Alzheimer-Medikament stark begrenzen. Die Organisation kommunizierte am Dienstag eine vorläufige Entscheidung, dass das Medikament Aduhelm (Aducanumab, Biogen) nur für Patienten bezahlt werden solle, die an klinischen Versuchen teilnehmen.

Dies könnte einen entscheidenden Rückschlag für die Zukunft Aduhelms bedeuten, dessen Kosten pro Jahr und Patient bei etwa 28.000 US-Dollar (rund 24.500 Euro) gelistet sind. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hatte Aduhelm trotz umstrittener Wirksamkeit im Sommer zugelassen. Der Wirkstoff Aducanumab sei die erste neuartige Behandlungsmethode gegen die neurodegenerative
Erkrankung, die seit 2003 zugelassen worden sei.

Das vom US-Biotechnologiekonzern Biogen entwickelte Medikament soll Patienten mit Alzheimer im Frühstadium als monatliche Infusion gegeben werden und den Abbau der Geisteskraft stoppen. Es ist damit auch der erste in den USA zugelassene Wirkstoff, der dem Fortschritt der Krankheit und nicht nur Symptomen entgegenwirken soll.

Wie gut Aducanumab wirkt, ist allerdings umstritten: Ein internes Beratergremium der FDA hatte sich gegen die Zulassung ausgesprochen, mehrere Wissenschaftler hatten sich öffentlich skeptisch geäußert. Zahlreiche Patienten-Organisationen hatten sich jedoch für die Zulassung stark gemacht – auch deswegen, weil die Zulassung die Forschung auf dem Gebiet stärke.

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