Erfolg mit E-Rezept

Tschechien: Ministerium will Rx-Versand zulassen Lothar Klein, 21.03.2019 09:42 Uhr

Berlin - Während in Deutschland weiterhin Maßnahmen gegen den Rx-Versandhandel vorbereitet werden, diskutiert die Politik in Tschechien über dessen Einführung. Auf einer Apothekerkonferenz in dieser Woche wurde darüber gesprochen. Als Vertreter des Verbandes der European Association of Mail Service Pharmacies (EAMSP) war auch dessen Präsident Max Müller anwesend. Ein Zeitpunkt für die Zulassung des Rx-Versandhandels steht noch nicht fest.

Das tschechische Gesundheitsministerium bestätigte Pläne zur Zulassung des Rx-Versandhandels. Auch Kammerpräsident Dr. Lubomír Chudoba erklärt auf Nachfrage: „Derzeit diskutieren wir darüber.“ Eine rasche Einführung sei für die Apotheker aber „nicht akzeptabel“.

Im welchem Umfang der Rx-Versandhandel zugelassen werden soll, ist noch offen. Dem Vernehmen nach gibt es Überlegungen, diese zunächst für bestimmte Gruppen wie ältere Personen und Behinderte zuzulassen. Nähere Einzelheiten liegen zur Zeit noch nicht vor. Offenbar steht die Diskussion in Tschechien in Zusammenhang mit der erfolgreichen Einführung des elektronischen Rezepts Anfang 2018. Von den Patienten wurde das eRezept überraschend gut angenommen; inzwischen sollen 90 Prozent der Verordnungen digital abgewickelt werden. Das veranlasst die Regierung in Prag, über den nächsten Reformschritt in der Arzneimittelversorgung nachzudenken. Wie in den meisten EU-Ländern zeichnen sich auch in Tschechien Engpässe bei der Arzneimittelversorgung auf dem Land ab.

Rx-Medikamente dürfen derzeit nur in sieben der 28 EU-Mitgliedsstaaten verschickt werden. In Deutschland ist der Rx-Versandhandel seit 2004 erlaubt; die damalige Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) hatte ihn im Vorfeld des EuGH-Urteils zu DocMorris mit Zustimmung der Union freigegeben. Außer in Deutschland dürfen Rx-Arzneimittel in Dänemark, Estland, Finnland, den Niederlanden, Schweden und Großbritannien verschickt werden.

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