Mehr Ärzte dürfen dispensieren

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Berlin - Ärzte in Österreich dürfen künftig auch in Gemeinden eine eigene Hausapotheke betreiben, wenn es dort schon eine öffentliche Apotheke gibt. Diese Erleichterung hat heute der Nationalrat beschlossen. Die Regierungsparteien erhoffen sich von der Änderung des Apothekengesetzes nicht nur eine bessere Medikamentenversorgung, sondern auch einen Anreiz für Landärzte. Im Plenum wurde daher auch der Ruf laut, die Rahmenbedingungen für Mediziner auf dem Land zu verbessern.

Mit den Änderungen werden die Kriterien für die Genehmigung von ärztlichen Hausapotheken gelockert. So dürfen Ärzte künftig auch dann Arzneimittel abgeben, wenn es in der Gemeinde zwar eine Apotheke gibt, diese aber mehr als sechs Kilometer entfernt ist. Bislang ist das nicht möglich.

Außerdem wurde eine 2006 abgeschaffte Sonderregelung wieder eingeführt. Diese erlaubt es Ärzten, die eine Praxis mit Hausapotheke übernehmen, diese weiterzuführen, wenn die nächste Apotheke vier Kilometer entfernt ist. Zwischenzeitlich waren auch für solche Praxen sechs Kilometer Mindestabstand vorgeschrieben. Diese Nachfolgeregelung gilt rückwirkend ab Mai 2015 und unabhängig davon, ob die Nachfolge lückenlos oder nach einer bestimmten Vakanz erfolgte.

Die Opposition stimmte gegen die Lockerungen. Maßnahmen, die nur dazu führten, dass Ärzte eher am Land praktizierten und ihr Einkommen aufbesserten, könnten aus gesundheitspolitischer Sicht nicht akzeptiert werden, so die Gesundheitssprecherin der Grünen, Dr. Eva Mückstein. Wenn Ärzte Medikamente verschrieben und von deren Verkauf direkt profitierten, komme es in der Regel zu einer Überverordnung.

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