Hausapotheken: FPÖ warnt vor DDR-Zuständen

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Berlin - Im österreichischen Parlament regt sich Widerstand gegen die Absicht der Regierung, die ärztlichen Hausapotheken zu stärken. Die Opposition sieht dadurch nicht nur die Existenz der Apotheken gefährdet. Hausapotheken seien vielmehr nur ein Zwischenschritt in ein staatliches Gesundheitswesen à la DDR. Die gesundheitspolitische Sprecherin der FPÖ, Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein, hat deswegen zu einem Runden Tisch eingeladen.

Weil die Regierung den niedergelassenen Bereich über Jahre ausgehungert und keine Unterstützung zugelassen habe, glaube man jetzt einfach, durch eine Vermehrung der Hausapotheken und damit einem „Nebenerwerb“ das Überleben der allgemeinmedizinischen Praxen sichern zu können, so Belakowitsch-Jenewein. „Das ist der falsche Weg. Den Schaden, den SPÖ und ÖVP durch ihre Gesundheitspolitik im niedergelassenen Bereich angerichtet haben, werden sie so nicht sanieren, dafür aber die Apotheken ruinieren.“

Als Vorsitzende des Gesundheitsausschusses im Parlament hat Belakowitsch-Jenewein für den 13. April zu einem „Runden Tisch“ geladen. „Dort soll mit Vertretern aller Parteien, des Gesundheitsministeriums, der Apotheker- und der Ärztekammer die Sachlage diskutiert werden“, kündigt sie an. Es entstehe allerdings der Eindruck, dass hinter dem geplanten Gesetz zu Lasten Dritter, der Apotheken, mehr stecke als nur der völlig untaugliche Versuch einer Symptombekämpfung.

„In Wahrheit zielt die sozialistische Gesundheitspolitik nur auf eines ab: die Einführung eines Gesundheitswesens à la DDR, wo alles verstaatlicht ist. Das ist der politische 'Overhead' der roten Gesundheitspolitiker", so Belakowitsch-Jenewein. Auch die Ärzte sollten sich daher nicht zu früh freuen: „Der Hausapothekenschmäh ist nur ein Zwischenschritt zur Übertragung der Hausapotheken an die Primary Health Care Center.“

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