HIV: Zweiter Mensch gilt als geheilt

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Berlin - 2011 galt Timothy Brown als erster geheilter Patient, neun Jahre später gibt es einen zweiten Menschen, der von HIV geheilt wurde: Adam Castillejo erhielt anstatt einer leitliniengerechten antiretroviralen Therapie eine Stammzelltherapie. Aktuell ist der „Londoner Patient“ im dreißigsten Monat frei von dem Virus.

Stammzelltherapie als Schlüssel

Die Stammzelltransplantationen scheinen zu verhindern, dass sich das Virus im Körper vermehren kann. Die Immunzellen des Patienten werden durch Spenderzellen ersetzt, welche auf das Vorhandensein von HI-Viren nicht ansprechen – es kommt zu keiner Infektion.

Der leitende Forscher Professor Ravindra Kumar Gupta von der Universität Cambridge sagte zum Therapieerfolg: „Dies stellt eine HIV-Heilung mit fast absoluter Sicherheit dar. Unsere Ergebnisse zeigen, dass der Erfolg der Stammzelltransplantation als Heilmittel gegen HIV, über den erstmals vor neun Jahren beim Berliner Patienten berichtet wurde, wiederholt werden kann.“

Stammzelltherapie bleibt risikoreich

Die Behandlung mit Stammzellen kann zum jetzigen Zeitpunkt jedoch nicht als Heilmittel für alle Betroffenen angesehen werden. Der Therapieansatz wurde hauptsächlich zur Behandlung von Krebs genutzt – die Behandlung einer Virusinfektion ist ein relativ neues Forschungsgebiet. Es handelt sich laut Angaben der Wissenschaftler um eine Hochrisikobehandlung, die als letztes Mittel für Patienten mit HIV eingesetzt werden kann und für solche Patienten vorbehalten ist, die auch an lebensbedrohlichen Erkrankungen wie Krebs leiden. Experten gehen davon aus, dass diese Therapieart wahrscheinlich nicht für Patienten angeboten werden wird, die eine antiretrovirale Behandlung erhalten.

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