E-Rezept: BMG hält am 1. Januar fest

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Berlin -

Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) lässt sich vom Widerstand der Gematik-Gesellschafter gegen die E-Rezept-Einführung nicht beirren. Der 1. Januar als Einführungstermin steht, versichert das BMG. Bisher seien keine Fehler aufgetreten, die das verhindern.

Das BMG will die verpflichtende Einführung des E-Rezepts gegen den Willen der Apotheker, Ärzte, Zahnärzte und Krankenhäuser wie geplant zum Jahresbeginn durchziehen. Deren Spitzenverbände appellierten am Mittwoch in einer gemeinsamen Erklärung „dringend an den Gesetzgeber, die Anwendung des E-Rezeptes erst nach einer ausreichenden Testphase und erwiesener Praxistauglichkeit für den Regelbetrieb in den Praxen vorzusehen“. Und das wäre nicht am 1. Januar, denn die bisher erfolgten Tests seien nicht ausreichend und das genaue Gegenteil des Erfolgs, den die Gematik bisher stets behauptete. Gerade einmal 42 echte E-Rezepte wurden demnach in den vergangenen fünf Monaten verarbeitet.

Das BMG lässt sich davon nicht beirren und widerspricht den Leistungserbringern. „Der Feldtest in der Fokusregion Berlin-Brandenburg und die umfangreichen Tests in der Testumgebung mit synthetischen Daten haben aufgezeigt, dass die unmittelbar von der Gematik verantworteten Komponenten des E-Rezeptes (Fachdienst und E-Rezept-App) anwendungsbereit sind“, so eine Sprecherin. Außerdem seien alle Prozesse des E-Rezepts von der Ausstellung über die Dispensierung bis zur Abrechnung technisch durchlaufen worden und dabei keine Probleme aufgetreten, die eine kontrollierte Ausweitung des Feldtests und des darauffolgenden schrittweisen Starts im Januar verhindern würden.

„Somit besteht auch aktuell kein Grund für die Verschiebung des Starts des bundesweiten schrittweisen Rollouts des E-Rezepts am 1. Januar 2022“, so das BMG. Außerdem biete die Gematik neben dem Feldtest mit den Konnektathons interaktive Formate für alle Anbieter von IT-Systemen an, um auch hier alle Prozesse von der Ausstellung bis zur Abrechnung umfangreich zu testen. Genau hier hatten sich aber in der Vergangenheit nach Angaben von Teilnehmern erhebliche Probleme gezeigt.

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