Woher kommt das multisystemische Entzündungssyndrom?

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Berlin - Während der Corona-Pandemie beobachteten Ärzte immer wieder, dass es vor allem bei Kindern nach einer Infektion mit Sars-CoV-2 zu einer multisystemischen Entzündungsreaktion (MIS) gekommen war. Immunologen haben nun versucht die Ursachen zu ermitteln.

Meist erkranken Kinder nur mit leichten Symptomen an Covid-19. Viele von ihnen stehen die Infektion auch gänzlich asymptomatisch durch. In einigen Fällen ist es jedoch mit einer zeitlichen Verzögerung zu einem besonderen Erkrankungsbild gekommen: Im Rahmen einer Sekundärinfektion litten die betroffenen Kinder an einer überschießenden Immunreaktion. Oftmals wurde diese mit dem Kawasaki-Syndrom verglichen.

Rund drei bis vier Wochen nach der Covid-Infektion entwickelten die Kinder plötzlich hohes Fieber. Die Entzündungswerte zeigten zudem einen starken Anstieg. Die Erkrankung machte eine Behandlung auf der Intensivstation erforderlich. Einige Patienten erlitten ein Organversagen – vor allem das Herz war häufig betroffen.

Meist sind Kinder von der Symptomatik betroffen, die Centers for Disease Control and Prevention gaben ihr daher den Namen MIS-C („children“). In Einzelfällen wurde auch bei Erwachsenen über ähnliche Reaktionen berichtet. Diese werden als MIS-A („adults“) bezeichnet. Auffällig war, dass die Laboruntersuchungen der Betroffenen zeigten, dass verschiedene Entzündungsparameter erhöht waren – darunter C-reaktives Protein, Blutsenkungsreaktion oder Procalcitonin.

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