Viruspartikel: Vom Winde verweht

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Berlin - Bisher gelten rund zwei Meter Abstand zu den Mitmenschen im Falle von Husten und Niesen als sicher. Eine im Fachjournal „Physics of Fluids“ veröffentlichte Modellrechnung zeigt nun jedoch, dass bereits leichter Wind die vom Virus zurückgelegte Entfernung deutlich vergrößern kann.

Forscher der Universität Nikosia auf Zypern haben sich mit der Dynamik von Viruströpfchen beschäftigt. Im Zuge dessen betrachteten sie die Flugbahn, welche die Partikel zurücklegen, die beim Husten in die Umwelt abgegeben werden. Mithilfe eines Rechners haben die Fluiddynamiker auch Sars-CoV-2 unter die Lupe genommen.

Berechnungen statt Studie

Obwohl die Berechnungen rein theoretischer Natur sind und keine experimentellen Studien duchgeführt wurden, gelten die Berechnungen als wissenschaftlich valide. Sie beruhen auf der sogenannten „Lagrangian-Eulerian-Methode“ (ALE-Methode), welche in der Numerischen Strömungstechnik zum Einsatz kommt.

Durch das Öffnen des Mundes beim Husten wird eine virushaltige Sekretwolke in die Umgebungsluft ausgestoßen, welche nach einer Weile automatisch durch die Schwerkraft zu Boden sinkt. Bei den Berechnungen gehen die Forscher von einem 8,26 cm mal 4 cm großen „Mundabdruck“ aus: Dieser katapultiert eine Wolke von 1008 kleinsten Viruströpfchen mit einer Masse von 7,7 mg in die Umgebungsluft.

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