So läuft die Suche nach einem Sars-CoV-2-Impfstoff

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Berlin -

Im Kampf gegen SARS-CoV-2 laufen die Erforschung und Entwicklung von Therapiemöglichkeiten und Impfstoffen auf Hochtouren. Doch eine Vakzine entsteht nicht von heute auf morgen – nach der bloßen Entwicklung stehen noch klinische Studien auf dem Plan.

Mindestens 16 laufende Projekte weltweit

Im Hinblick auf die dynamische Verbreitung des neuen Coronavirus mussten die Pharmaunternehmen und Forschungseinrichtungen schnell reagieren und handeln. Einen wichtigen Teil stellt die Entwicklung eines Impfstoffes dar: Nach Informationen des Verbands der forschenden Pharma-Unternehmen (VfA) laufen derzeit mindesten 16 Projekte in diesem Bereich: Darunter arbeiten neun Pharmaunternehmen und sieben Forschungsinstitute. Unter anderem bemüht sich das deutsche Biotech-Unternehmen CureVac, einen geeigneten Impfstoff zu entwickeln.

Weltweit sind jedoch Forscherteams am Start, darunter auch Janssen, eine Tochtergesellschaft von Johnson & Johnson, Sanofi Pasteur, Moderna + NIAID, Inovio + Wistar Institute, Clover Biopharmaceuticals, Novavax, Tonix Pharmaceuticals und Altimmune. Andere Hersteller wie GlaxoSmithKline (GSK) und Dynavax tragen mit verschiedenen Adjuvantien zur Wirkverstärkung der Vakzine bei. Laut VfA werden CureVac, Moderna und Inovio zudem von der Coalition for Epidemic Preparedness Innovations (CEPI) finanziell unterstützt.

Impfstoffentwicklung – ein stufenweiser Prozess

Ein Impfstoff wird grundsätzlich in mehreren Etappen entwickelt: Zunächst muss das entsprechende Virus analysiert werden. Dazu wird ermittelt, was genau die Immunreaktionen hervorruft. Anschließend gilt es, das Design des Impfstoffes zu entwickeln: Welche Teile des Virus sollen enthalten sein und welche Zusatzstoffe werden hinzugefügt? Danach folgt die Erprobung an Tieren, um erste Ergebnisse zu erhalten. Anschließend kann an freiwilligen Probanden getestet werden. Sind die Ergebnisse positiv und der Impfstoff ausreichend erforscht, kann er bei den zuständigen Behörden zugelassen werden. Erst danach erfolgt die Massenproduktion des Impfstoffes.

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