„Wir werden letztlich mehrere Impfstoffe brauchen“

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Berlin -

Neben der Suche nach einer geeigneten Therapie gegen Covid-19 steht vor allem die Prävention im Vordergrund. Ein wesentlicher Baustein ist dabei die Entwicklung eines Impfstoffes gegen Sars-CoV-2. In Deutschland soll in Kürze die erste klinische Prüfung eines Kandidaten starten.

Eine Vakzine entsteht nicht von heute auf morgen – nach der bloßen Entwicklung stehen noch klinische Studien auf dem Plan. Diese sollen nun auch in Deutschland starten: Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) gab zwar keinen genauen Starttermin bekannt, erklärte jedoch, dass im Laufe des Jahres noch weitere Prüfungen hinsichtlich eines Sars-CoV-2-Impfstoffes hinzukämen.

Weltweite Arbeit an Impfstoffen

Derzeit laufen etwa 50 bis 60 Impfstoffprojekte weltweit: Pharmaunternehmen und Forschungsinstitute arbeiten mit Hochdruck daran, einen geeigneten Kandidaten auf den Markt zu bringen. Unter anderem bemüht sich das deutsche Biotech-Unternehmen CureVac, einen Impfstoff zu entwickeln. Vier Kandidaten befinden sich weltweit in den ersten klinischen Prüfungen: Ein RNA-Impfstoff der Firma Moderna in den USA, ein DNA-Impfstoff des US-Biotech-Unternehmens Inovio und zwei Vektor-Impfstoffe auf Adenovirusbasis in China und Großbritannien.

PEI-Präsident Professor Dr. Klaus Cichutek ist optimistisch, was die Entwicklung angeht: Es würden präventive Impfstoffe benötigt, die spezifisch gegen Sars-CoV-2 wirkten. Das PEI ergreife eine Reihe von Maßnahmen, um Kandidaten „gezielt auf klinische Prüfungen hinzuführen und bestimmte Phasen der klinischen Prüfung zu komprimieren“. Die Zulassung der Impfstoffe dauere nicht so lange wie die Entwicklung selbst. Bestimmte Laboruntersuchungen und klinische Prüfungen seien unumgänglich, um die Wirksamkeit und Verträglichkeit sicherzustellen.

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