Abda-Präsident sieht Apotheken gestärkt

Schmidt will Covid-19-Impfung in Apotheken APOTHEKE ADHOC, 08.05.2020 10:13 Uhr

Zum Status quo sagte der Abda-Präsident: „Es geht uns, es geht unseren Mitarbeitern so weit gut. Wir haben sehr sehr wenig Erkrankte zu beklagen, Infizierte zu beklagen. Aber wir leiden wie alle anderen unter den Lockdown-Maßnahmen zunehmend.“ Schmidt wies darauf hin, dass die Apotheken schon sehr früh damit begonnen hätten, Schutzmaßnahmen zu ergreifen: Abstandsregeln, Zugangsbeschränkungen, Plexiglasscheiben, Desinfektionsmittel. „Das hat dazu geführt, dass wir bislang ganz gut über die Runden gekommen sind.“ In Zahlen: Nur 30 Apotheken hätten zeitweise vom Netz gehen müssen: „Das heißt, man kann eigentlich sagen, wir waren die ganze Zeit flächendeckend verfügbar.“

Zudem hätten die Apotheken alle Schutzmaßnahmen selbst finanziert. „Und das hat natürlich Geld gekostet. Und deshalb kann man eigentlich sagen: Wirtschaftlich haben die Apotheken bislang von dieser Pandemie in keiner Weise profitiert. Aber es ist allen noch mal deutlich geworden, wie wichtig und bedeutsam Apotheken vor Ort für die Bevölkerung sind.“ Dankbarkeit von der Bevölkerung dürfe man nicht zu viel verlangen, ist Schmidt überzeugt. Apotheken gehörten zu der Grundstruktur, „da gehen die Menschen einfach davon aus, dass sie funktioniert“.

Weil derzeit alle auf Kontaktbeschränkungen achteten, kämen die Rezepte kämen derzeit auf unterschiedlichste Wege in die Apotheke: per WhatsApp, mit der Post oder direkt von der Arztpraxis – Hauptsache, das Originalrezept lande am Ende in der Apotheke. „Im Moment legen wir alle gemeinsam die Regeln etwas großzügiger aus“, so Schmidt, und das sei auch notwendig. „Natürlich wäre es gut, wenn wir jetzt schon ein eRezept hätten“, ist Schmidt überzeugt. Doch die Kontaktbeschränkungen hätten eben auch dazu geführt, dass die Softwarehäuser in den vergangenen Wochen keine Techniker in die Apotheken schicken könnten, um diese mit Konnektoren auszustatten und dergleichen.

Was er aus der Krise bis jetzt gelernt hat: „Vieles ist gut, wie es ist.“ Zum Beispiel, dass jede Apotheke ein Labor und eine Rezeptur haben muss, habe sich bei der Herstellung von Desinfektionsmitteln bewährt. Darüber sie vor Jahren noch diskutiert worden. „Manches ist auch nicht gut, wie es ist: Diese Kleinteiligkeit, diese Überbürokratisierung und der Dokumentationsüberschuss“, so Schmidt. Aus der jetzigen Phase können man lernen, dass das einer guten Versorgung manchmal im weg stehen kann. „Das ist nicht so gut, das muss geändert werden, da brauchen wir aber die Unterstützung der Politik.“

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