PTA im Impfzentrum: Stundenlohn von 27,60 Euro

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Berlin - Mitte Dezember soll die Arbeit in den Impfzentren losgehen. Die Details regeln die einzelnen Bundesländer selbst; in Baden-Württemberg gibt es bereits konkrete Pläne zu Umfang und Finanzierung: So könnten PTA, die in Impfzentren zur Aufbereitung des Impfstoffes eingesetzt werden, 27,60 Euro pro Stunde verdienen.

In der Umsetzung des Landeskonzeptes zur Impfung gegen Sars-CoV2 werden bereits konkrete Aussagen zur Kostenaufstellung gemacht. Die Berechnungen beinhalten neben den einzelnen Stunden- und Tagessätzen für die einzelnen Berufsgruppen auch die jeweils benötigte Anzahl des Personals. Neben Ärzten und Pflegern sieht das Impfkonzept von Baden-Württemberg auch die Beschäftigung von Personen zum Aufbereiten des Impfstoffs vor. Eine Berufsbezeichnung wird nicht genannt. Da Rekonstitutionen und Verdünnungen unter möglichst aseptischen Bedingungen durchgeführt werden müssen, wären PTA aus der Sterilherstellung geeignet für diese Aufgabe.

Pro Impfzentrum sollen zwei Personen zur Aufbereitung des Impfstoffes eingesetzt werden. Da pro Tag zwei Schichten vorgesehen sind, kalkuliert Baden-Württemberg mit vier Personen pro Tag. Als Stundensatz sind 27,60 Euro festgesetzt, das ergibt einen Tagessatz von 220,80 Euro. Geimpft werden soll an sieben Tagen die Woche. Hochgerechnet auf die aktuell neun geplanten zentralen Impfzentren ergeben sich Gesamtkosten von knapp 240.000 Euro pro Monat – alleine für diese Ausgabenposition. Bei einer 40-Stunden-Woche könnte sich der monatliche Verdienst im Impfzentrum auf rund 4400 Euro brutto belaufen.

Laut Tarifvertrag verdienen PTA im ersten und zweiten Berufsjahr 2117 Euro brutto. Das entspricht einem Stundenlohn von 13,23 Euro. Im Impfzentrum ist die Vergütung also doppelt so hoch. In der höchsten der fünf tariflichen Eingruppierungen erhält eine PTA 2742 Euro brutto, hier beläuft sich der Stundenlohn auf rund 17,14 Euro. Die Vergütung in Krankenhäusern sieht anders aus. Hier verdienen die PTA meist mehr als in den öffentlichen Apotheken, gerade dann, wenn sie für die Arbeit im Reinraum eingestellt sind. Die genauen Gehälter können sich von Krankenhaus zu Krankenhaus unterscheiden. Auch hier gibt es Tarifverträge.

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