Ultra-Tiefkühlschränke: Optionen für die Lagerung

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Berlin - Die neuartigen mRNA-Impfstoffe sind temperaturempfindlich. Stabil gelagert werden können sie bei sehr tiefen Temperaturen von -80 bis -60 Grad Celsius. Für eine konstante Temperatur ohne große Schwankungen ist es wichtig, dass die empfindlichen Vakzine in einem geeigneten Tiefkühlschrank aufbewahrt wird. Die geplanten Impfzentren benötigen mobile Lösungen, die ohne große Anwendungen installiert werden können. Verschiedene Anbieter haben solche Lösungen entwickelt.

Für die Lagerung und den Transport der RNA-Impfstoffe werden besondere Tiefkühlgeräte nötig sein. In einem haushaltsüblichen drei Sterne Tiefkühlfach sind es rund -18 Grad. Zur Lagerung der neuartigen Vakzine reichen diese Minusgrade nicht aus. Hier werden tiefere Temperaturen von -80 bis -60 Grad benötigt. Auch zahlreiche professionelle Geräte kommen nicht auf die geforderten Temperaturen. Tiefkühlschränke für Kliniken und Labore kommen meist nur auf – 45 Grad. Nur durch den Einsatz spezieller Ultratiefkühlgeräte können die benötigten Kältebereiche für die Impfstoffe von Biontech & Co. erreicht werden.

Ultra-Tiefkühlschrank werden in Biologie-Laboren zur Langzeitlagerung biologischer Proben verwendet. Hierunter fallen beispielsweise Proben aus Proteinen, Zellextrakte oder DNA und RNA. Bei den aktuell kurz vor der Zulassung stehenden Impfstoffen handelt es sich um RNA-Impfstoffe – diese müssen entsprechend ihrer Stabilität gegenüber Temperaturen ebenfalls in Ultra-Tiefkühlschränken gelagert werden. Durch die extrem niedrigen Temperaturen von −85 Grad bis −80 Grad wird das Risiko einer Beschädigung der Inhaltsstoffe vermieden. Die Geräte können grob in drei Kategorien eingeteilt werden: Gefrierschränke mit einem Temperaturbereich um die -60 Grad zur Lagerung von bestimmten Reagenzien, Plasma und biologischen Proben, Gefrierschränke mit einem Temperaturbereich um die -85 Grad zur Lagerung von beispielsweise Serum und Bakterien und Gefrierschränke mit einem Temperaturbereich von – 150 Grad bis -105 Grad. Diese extrem kalten Geräte finden in Universitäts- und Forschungslaboren Anwendung.

Um die Impfstoffe sicher zu lagern, muss das Gerät die Temperatur konstant halten. Temperaturschwankungen im Inneren des Gerätes sollten so gering wie möglich sein. Gleichzeitig sind die konkreten Lagerungsbedingungen der einzelnen Impfstoffe noch nicht endgültig beschrieben. Biontech gibt bisher eine Lagertemperatur von ungefähr minus 80 Grad bis minus 70 Grad an. Zur Zulassung wird eine genau vorgeschriebene Lagertemperatur erwartet. Die Geräte müssen dann über eine Temperaturkontrolle verfügen und Alarm geben, insofern der Temperaturbereich unter- oder überschritten wird. Die meisten Geräte senden dann einen Alarm an Computer oder Mobiltelefon. Die Temperaturkontrolle sollte bestmöglich dauerhaft elektronisch dokumentiert werden.

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