Pfizer: Kältekoffer für Corona-Impfstoff

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Berlin - Thermokoffer und Ultra-Niedrig-Temperatur-Gefrierschränke: Der Corona-Impfstoff der Unternehmen Biontech und Pfizer stellt im Fall einer Zulassung Herausforderungen an Lagerung und Transport. Denn die Fläschchen müssten gefroren bei rund minus 70 Grad bis zum Ort des Impfens transportiert werden.

Wie Pfizer am Dienstag mitteilte, ist für die Lagerung von Impfdosen bereits ein besonderer Thermo-Koffer entwickelt worden. Darin könnten sie dank Trockeneis bis zu 10 Tage bei einer Temperatur von etwa minus 75 Grad Celsius gelagert werden. „Der Thermo-Koffer hat ungefähr die Größe eines Handkoffers und wiegt voll beladen circa 70 Pfund.“

An den Impfzentren könnten nach Angaben des Pharmakonzerns kleine, tragbare Ultra-Niedrig-Temperatur-Gefrierschränke angeschafft werden, die die Haltbarkeit auf bis zu sechs Monate verlängern könnten, hieß es. Nach heutigem Stand könne der potenzielle Impfstoff, sobald er den Ort des Impfens erreicht hat, nicht länger als fünf Tage bei zwei bis acht Grad gelagert werden, erklärte Pfizer am Dienstag.

Biontech und Pfizer haben Liefervereinbarungen mit mehreren Ländern und der EU über insgesamt 570 Millionen Dosen ihres Coronaimpfstoffs für dieses und das nächste Jahr geschlossen. Darüber hinaus gebe es Kaufoptionen für weitere 600 Millionen Dosen, teilte Biontech am Dienstag mit. Alle Vereinbarungen sind den Angaben zufolge abhängig vom klinischen Erfolg und der Zulassung.

Lob für den Impfstoff kam nun auch vom Virologen Professor Dr. Christian Drosten. Man sehe in der Zwischenbilanz im Moment einen beeindruckenden Schutz gegen die Infektion, sagte der Charité-Wissenschaftler in der am Dienstag veröffentlichten Folge des „Coronavirus-Update“ bei NDR-Info über den am Montag von den Firmen gemeldeten Schutz von 90 Prozent vor Covid-19.

„Wenn jetzt die Studie weiterläuft, kann sich diese Zahl natürlich auch korrigieren, auch durchaus nach unten korrigieren. Damit muss man rechnen“, sagte Drosten. Aber prinzipiell habe der Impfstoff eine wirklich gute Schutzwirkung. Bei dieser Art von Impfstoffen, einer neuen Technik, habe man gar nicht gewusst, was man erwarten kann. „Das ist schon jetzt sehr ermutigend“, sagte Drosten. Der Virologe betonte aber auch, dass noch nicht mehr bekannt sei als eine Presseerklärung – auf wissenschaftlicher Ebene sei man auf weitere Veröffentlichungen gespannt. „Das, was wir jetzt in den Medien hatten, das ist eine Zwischenmeldung.“

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