J&J: Corona-Impfstoff auch für die EU

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Berlin -

Die EU will auch von einem Pharmaunternehmen des US-Konzerns Johnson & Johnson 200 Millionen Dosen eines möglichen Impfstoffs zum Schutz vor Covid-19 kaufen.

Vorgespräche für einen entsprechenden Rahmenvertrag mit Janssen Pharmaceutica NV seien am Donnerstag abgeschlossen worden, teilten EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und die für Gesundheit zuständige Kommissarin Stella Kyriakides am Abend mit. Er sehe auch ein Vorkaufsrecht für weitere 200 Millionen Dosen vor. „Für die Leben unserer Bürger und für unsere Wirtschaft brauchen wir einen sicheren und wirksamen Impfstoff gegen das Coronavirus“, kommentierte von der Leyen. „Die heutigen Gespräche bringen uns dem näher.“

Ähnliche Gespräche hatte die Kommission zuvor bereits mit einem Joint Venture von Sanofi und GSK abgeschlossen. Bei ihnen ging es um den Kauf von 300 Millionen Dosen eines möglichen Impfstoffs. Finanziert werden sollen die Geschäfte über ein im Kampf gegen die Coronakrise geschaffenes Soforthilfeinstrument. Es ist mit insgesamt 2,7 Milliarden Euro aus dem EU-Haushalt ausgestattet.

Geplant ist demnach ein Rahmenvertrag, wonach die Kommission vorab einen Teil der Entwicklungskosten der Unternehmen übernimmt und dafür das Recht erhält, eine bestimmte Anzahl von Impfstoffdosen in einem bestimmten Zeitraum zu kaufen. Die bereitgestellten Mittel wären eine Anzahlung für die Impfstoffe, die die EU-Staaten später tatsächlich kaufen. Sanofi und GSK wollen für ihren Impfstoffkandidaten nach jetziger Planung im Juni 2021 die Zulassung beantragen. „Der heutige Schritt mit Sanofi ist ein erster wichtiger Eckpfeiler einer viel umfassenderen europäischen Impfstoffstrategie“, sagte von der Leyen. Man führe weiterhin intensive Gesprächen mit mehreren anderen Unternehmen.

„Die heutige Erklärung trägt dazu bei, sicherzustellen, dass Millionen von Europäern Zugang zu einem potentiellen Impfstoff erhalten, die gegen Covid19 schützt, sobald ihre Sicherheit und Wirksamkeit belegt ist“, erklärt dazu Thomas Triomphe, Executive Vice President und Global Head bei Sanofi Pasteur. „Es ist unser unerschütterliches Ziel, einen Impfstoff bereitzustellen, der für jeden erschwinglich und zugänglich ist und wir sind der Europäischen Kommission dankbar für ihr fortgesetztes Bemühen und ihre Unterstützung bei diesem Vorhaben.“

 

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