GSK/Sanofi: EU schließt Corona-Impfstoff-Deal

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Berlin -

Die EU-Kommission will 300 Millionen Dosen eines künftigen Covid19-Impfstoffs von Sanofi und GlaxosSmith Kline (GSK) kaufen. Vorgespräche für einen anvisierten Vertrag seien am Freitag abgeschlossen worden, teilte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen mit.

Geplant ist demnach ein Rahmenvertrag, wonach die Kommission vorab einen Teil der Entwicklungskosten der Unternehmen übernimmt und dafür das Recht erhält, eine bestimmte Anzahl von Impfstoffdosen in einem bestimmten Zeitraum zu kaufen. Die bereitgestellten Mittel wären eine Anzahlung für die Impfstoffe, die die EU-Staaten später
tatsächlich kaufen. Sanofi und GSK wollen für ihren Impfstoffkandidaten nach jetziger Planung im Juni 2021 die Zulassung beantragen.

„Der heutige Schritt mit Sanofi ist ein erster wichtiger Eckpfeiler einer viel umfassenderen europäischen Impfstoffstrategie“, sagte von der Leyen. Man führe weiterhin intensive Gesprächen mit mehreren anderen Unternehmen.

„Die heutige Erklärung trägt dazu bei, sicherzustellen, dass Millionen von Europäern Zugang zu einem potentiellen Impfstoff erhalten, die gegen Covid19 schützt, sobald ihre Sicherheit und Wirksamkeit belegt ist“, erklärt dazu Thomas Triomphe, Executive Vice President und Global Head bei Sanofi Pasteur. „Es ist unser unerschütterliches Ziel, einen Impfstoff bereitzustellen, der für jeden erschwinglich und zugänglich ist und wir sind der Europäischen Kommission dankbar für ihr fortgesetztes Bemühen und ihre Unterstützung bei diesem Vorhaben.“

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