Sanofi und GSK: Bis zu 300 Millionen Dosen für EU

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Berlin - Die Pharmariesen Sanofi und GlaxoSmithKline (GSK) haben einen erweiterten Kaufvertrag mit der EU-Kommission über die Belieferung von bis zu 300 Millionen Dosen eines Covid-19-Impfstoffs unterzeichnet. Nach erfolgter Zulassung soll dieser ausgeliefert werden.

Vorgespräche für einen anvisierten Vertrag sind bereits Anfang August abgeschlossen worden, teilte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen vor gut einem Monat mit. Die EU-Kommission wollte 300 Millionen Dosen des künftigen Covid-19-Impfstoffs von Sanofi und GSK kaufen. Nun wurde das Abkommen unterzeichnet. Der Impfstoffkandidat der beiden Konzerne nutzt die rekombinante Proteintechnologie von Sanofi in Kombination mit einer Pandemie bewährten Adjuvans Technologie von GSK.

Durch den Vertrag wird der Kauf eines Impfstoffs gegen Covid-19 für alle Mitgliedstaaten der EU sowie die Umverteilung oder Spende an Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen ermöglicht. Zusätzlich will die EU vorab Mittel bereitstellen, um den Umfang der Produktionskapazitäten auf europäischem Boden zu unterstützen. Beide benötigte Komponenten – das Antigen und der gefertigte Impfstoff – werden in europäischen Ländern hergestellt. Es werden bestehende Industriestandorte von Sanofi und GSK in Belgien, Italien, Deutschland und Frankreich genutzt.

Sanofi und GSK gehören zu den vier größten Impfstoffherstellern der Welt. Für eine schnellere Entwicklung haben sich die beiden Pharmariesen bereits im April zusammengetan. Innerhalb des gemeinsamen Projektes steuert Sanofi das S-Protein „Covid-19-Antigen“ bei, das auf einer rekombinanten DNA-Technologie basiert. GSK hingegen wird die Pandemie-Adjuvans-Technologie mit einbringen. Durch die Verwendung eines Adjuvans kann die pro Dosis erforderliche Menge an Impfstoffprotein reduzieren werden. Beide Unternehmen erklärten, derzeit die Herstellung des Antigens und des Adjuvans auszubauen.

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