EMA: So schnell keine Omikron-Impfstoffe

, Uhr
Berlin -

Im Kampf gegen die neue Virusvariante Omikron arbeiten bereits verschiedene Hersteller an einer Anpassung ihrer Vakzine. Allein die Zulassung der „neuen“ Impfstoffe könnte laut der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) jedoch bis zu vier Monate dauern.

Omikron sorgt aktuell für große Sorgen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die neue Virusvariante als „besorgniserregend“ eingestuft. Mittlerweile wurde sie in zahlreichen Ländern weltweit nachgewiesen. Bislang mussten die Corona-Impfstoffe nicht an die neuen Virusvarianten angepasst werden. Wissenschaftler:innen vermuten jedoch, dass es bei Omikron wegen der Mutationen am Spike-Protein anders sein könnte und eine Anpassung notwendig ist, um die Schutzwirkung aufrechtzuerhalten.

Monate bis zum überarbeiteten Vakzin

Moderna hat als erster Hersteller angekündigt, an einer Anpassung zu arbeiten. Es werde noch einige Wochen dauern, bis man gesicherte Erkenntnisse darüber habe, wie sehr sich die neue Coronavariante der Wirkung der aktuellen Impfstoffe entziehe und ob ein neues Vakzin produziert werden müsse. Sollte dies der Fall sein, rechnet Medizinchef Paul Burton damit, dass dieser Anfang 2022 in großem Maßstab hergestellt werden könnte. Auch der Mainzer Impfstoffhersteller Biontech arbeitet an der Entwicklung eines angepassten Impfstoffs – für den Fall, dass dieser notwendig werden könnte. Labortests zur Untersuchung der neuen Coronavariante Omikron sollen innerhalb von 14 Tagen vorliegen. Beide Vakzine gehören zu den mRNA-Impfstoffen, deren Anpassung an neue Varianten als relativ gut machbar gilt.

Doch nicht nur die Entwicklung der überarbeiteten Impfstoffe braucht Zeit, auch die Zulassung könnte bis zu vier Monate dauern, erklärt die EMA. Derzeit arbeite man intensiv daran, die neue Variante zu untersuchen. Gemeinsam mit der WHO und der neuen EU-Behörde HERA prüfe man, was die Verbreitung der Omikron-Variante beeinflusse. Auch mit den Impfstoff-Herstellern stehe man in engem Austausch.

Newsletter
Das Wichtigste des Tages direkt in Ihr Postfach. Kostenlos!

Hinweis zum Newsletter & Datenschutz

APOTHEKE ADHOC Debatte

Neuere Artikel zum Thema
Mehr zum Thema
Mehr Transparenz in der Lieferkette
EMA bekommt Engpass-Datenbank »
EU-Kommission erteilt Zulassung
Vaxneuvance: Pneumokokken-Impfstoff von MSD »
Covid-Impfung künftig in Erkältungssaison
EMA: Dauer-Boostern nicht sinnvoll »
Weiteres
Podcast NUR MAL SO ZUM WISSEN
Karl, der Mal-sehen-wie-Große»
Mehr Transparenz in der Lieferkette
EMA bekommt Engpass-Datenbank»
Streit um das Millionenprojekt
LAV-Beitrag: 50 Euro pro Monat für Gedisa»
Suspension und Kapseln
Sildenafil in der Pädiatrie»
„Der Betriebsablauf darf nicht gestört werden“
Angestellte abwerben: Das ist nicht erlaubt»
Report Mainz über Impfpassfälschungen
Apotheken im Fadenkreuz von Impfgegnern»
Dosierung, bedenkliche Stoffe, Preis
Retaxgefahr Rezeptur»
Rechtliche und pharmazeutische Aspekte
Grauzone: Abgabe von mehreren OTC-Packungen»