Coronavirus: Infektionen in BaWü und NRW bestätigt

, Uhr aktualisiert am 25.02.2020 23:04 Uhr

Dresden - In Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen sind erstmals Patienten nachweislich an dem neuartigen Coronavirus erkrankt. Es handle sich um einen 25-jährigen Mann aus dem Landkreis Göppingen, teilte das Gesundheitsministerium in Stuttgart am Dienstagabend mit. Er habe sich vermutlich während einer Italienreise in Mailand angesteckt. Wo sich der Patient aus NRW angesteckt haben könnte, war zunächst unbekannt. Sein Zustand ist kritisch.

Die Person aus Erkelenz sollte in die Uniklinik Düsseldorf gebracht werden, bestätigte ein Sprecher der Düsseldorfer Feuerwehr am Dienstagabend. Zuvor hatte die Rheinische Post darüber berichtet. Der Zustand des Patienten ist nach Behördenangaben kritisch. Wie der Kreis Heinsberg am Dienstagabend mitteilte, war der Mann am Montagmittag mit Symptomen einer schweren Lungenentzündung im Erkelenzer Hermann-Josef-Krankenhaus aufgenommen worden. Der Mann ist Mitte 40, leidet aber an einer Vorerkrankung.

Im Kreis Heinsberg bleiben am Mittwoch Schulen, Kitas und die Kreisverwaltung geschlossen, wie ein Sprecher des Landkreises am Dienstagabend sagte. Zurzeit werde auch noch überlegt den öffentlichen Personennahverkehr auszusetzen. Ein Krisenstab wurde im Landkreis eingerichtet. Man sei in engem Kontakt mit dem Gesundheitsministerium in Düsseldorf.

Der Patient in Baden-Württemberg war nach seiner Rückkehr mit grippeähnlichen Symptomen erkrankt und hatte Kontakt mit dem örtlichen Gesundheitsamt aufgenommen. Er sollte noch am Dienstagabend in eine Klinik gebracht und dort isoliert untergebracht und behandelt werden.

Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) bricht seinen Urlaub ab und wird am Mittwoch gemeinsam mit Experten über den Fall informieren. Er mahnte zur Besonnenheit: „Baden-Württemberg hat sich schon früh auf diesen Fall eingestellt. Alle beteiligten Stellen arbeiten eng und intensiv zusammen“, so der Minister. Es werde nun ermittelt, wer mit dem Patienten Kontakt hatte. Enge Kontaktpersonen würden zu Hause isoliert und täglich nach ihrem Gesundheitszustand befragt, teilte das Ministerium weiter mit.

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
Erst Börsengang, dann Corona-Krise
PharmaSGP: Warten auf Besserung»
Save the Date: 30. März 2022
Bestnoten für VISION.A»
Bierflaschen mit brennbarer Flüssigkeit geworfen
Versuchter Brandanschlag auf Impfzentrum»
Klinikversorgung verdoppelt
Testzelt-Vandalismus im Umbaustress»