Corona: Geschlossene Räume als Risiko

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Berlin - An der frischen Luft ist Corona fast kein Problem – davon sind die meisten Forscher überzeugt. Gefährlich wird es jedoch in geschlossenen Räumen: Dabei kann es einen Unterschied machen, ob man im Büro, im Fitnessstudio oder im Restaurant ist. Die Gefahr einer Corona-Infektion ist in geschlossenen Räumen nach bisherigen Erkenntnissen im Vergleich zu an der frischen Luft extrem erhöht – das könnte in der bevorstehenden kalten Jahreszeit zum Problem werden.

Eines der einfachsten Mittel zum Schutz gegen Corona: Ab an die frische Luft. Im Freien wirbelt – vereinfach gesagt – der Wind die Viren davon. Jetzt im Sommer ist das Draußensein kein Problem. Besuche im Biergarten, Schläfchen am Seeufer oder eine Radtour. Aber spätestens im Herbst, wenn es kälter wird und Fenster geschlossen bleiben, dürfte das Ansteckungsrisiko steigen – die Corona-Gefahr wächst.

Aerosole als Übertragungsweg

Als wichtiger Übertragungsweg von Sars-CoV-2 gelten Aerosole, Mischungen winziger Teilchen in der Luft. Daneben gibt es aber auch andere Möglichkeiten der Virenübertragung, etwa als Schmierinfektion. Und auch bei Aerosolen lassen sich schwer pauschale Aussagen treffen. So macht es beispielsweise einen Unterschied, ob der Raum über offene Fenster, eine eingebaute Lüftungsanlage oder gar nicht belüftet wird. Einfluss hat auch, ob ein paar Menschen in einem Raum mehr oder weniger still vor sich hinarbeiten oder – etwa in einer Bar – laut sprechen, grölen oder singen.

Konkrete Zahlen gibt es bislang noch nicht. Das lasse sich auch nicht genau beziffern, erklärte eine Sprecherin des Robert Koch-Instituts (RKI). Der frühere Präsident der internationalen Gesellschaft für Aerosole in der Medizin, Gerhard Scheuch, verwies aber auf eine Studie aus China, nach der von 318 untersuchten Ausbrüchen mit drei oder mehr Infektionsfällen Anfang des Jahres nur ein einziger im Freien stattgefunden hatte. In fast 80 Prozent der Fälle steckte der Erkrankte andere Menschen zu Hause an, schreiben die Forscher. Ansteckungen gab es auch in Verkehrsmitteln und etwa beim Einkaufen.

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