Tumult in Easy-Apotheke

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Berlin - Mit einem gehörigen Schreck sind eine Easy-Apothekerin und ihr Team davongekommen. Acht Einsatzkräfte der Polizei nahmen einen Mann in Gewahrsam, der in der Offizin randaliert hatte. Bei der Aktion ging ein Regal zu Bruch. Über die Vorgeschichte gibt es verschiedene Darstellungen.

Die Apothekerin beschreibt einen völlig aufgelösten Mann, der offenbar Schutz suchend in die Apotheke gekommen sei. Als er dabei ins Backoffice vordringen wollte, habe sie sich ihm entgegengestellt und „Raus hier!“ gerufen. Der Mann sei daraufhin auch in die Offizin zurückgekehrt.

Inzwischen war die Polizei angerückt. Der Mann habe aber beteuert, nur das Opfer zu sein, und sich geweigert, seinen Personalausweis zu zeigen, berichtet die Inhaberin. Daraufhin sei ein Handgemenge in der Apotheke entstanden, bei der ein Aufsteller und ein Regal zu Bruch gingen. Zusammen mit der zwischenzeitlich eingetroffenen Verstärkung waren letztlich acht Polizisten vor Ort, setzen den Mann schließlich fest und führten ihn ab.

Die Apothekerin sollte gegenüber einem der Beamten den Schaden beziffern. Aber der ließ sich im ersten Chaos nicht ohne Weiteres abschätzen. Und da das Team der Easy-Apotheke unter dem Eindruck der eben erst beendeten Rangelei stand, wollte die Inhaberin ihre Mitarbeiter erst fragen, ob diese überhaupt weiterarbeiten könnten. Offenbar hat der Polizist diese – letztlich nicht erfolgte – vorübergehende Schließung in seinem Bericht zu Grunde gelegt, denn der Schaden wurde in der Mitteilung der Polizei mit 10.000 Euro beziffert. Tatsächlich rechnet die Inhaberin mit Blick auf die zertrampelten Packungen und das zerstörte Regal mit einem allenfalls niedrig vierstelligen Schaden.

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