Rahmenvertrag: Apotheker kritisiert Gebührenanstieg

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Berlin - Mit dem neuen Rahmenvertrag ändert sich für Apotheken einiges: Ab Juli gelten die Neuerungen zur Importquote, Defektbelegen, Retaxationen und Rezeptkorrekturen. Deshalb muss die Software umgestellt werden. Pharmatechnik informiert die Kunden aktuell über eine Erhöhung der monatlichen Mietgebühr. Apotheker Dr. Henrik Dörschner aus Wolfsburg kritisiert die Erhöhung und will Widerspruch einlegen.

Pharmatechnik schreibt derzeit Apotheken an und klärt über die Änderungen durch den neuen Rahmenvertrag auf. 2019 zeichne sich durch „einige strukturelle Änderungen im Apothekenmarkt aus“, heißt es in dem Schreiben aus Starnberg. Aufgrund der Neuerungen ergebe sich „eine Vielzahl von notwendigen Anpassungen in der IXOS und XT Warenwirtschaft“.

Der EDV-Anbieter wird demnach den Ablauf der automatischen Artikelsuche und die Ermittlung der Preisgünstigkeit im Import und Generika-Umfeld anpassen. Zudem wird die Importsuche an die neuen Regeln zur Ermittlung der Preisgünstigkeit nach der 15/15/5-Regel statt der 15/15-Regel angepasst. Die Änderungen ziehen sich laut Pharmatechnik durch die gesamte Programmlogik. Auch Datenstrukturen in den Bereichen Artikelsuche, Kasse inklusive Rezeptscan, Rezeptmanagement und Sortimentssteuerung seien betroffen.

Angesichts der erweiterten ABDA-Datenbank sei ein umfangreicher Umbau der entsprechenden Datenstrukturen notwendig. „Aufbauend auf den neuen Daten werden diese AMTS-Prüfungen laufend verbessert und ergänzt“, betont das Unternehmen. Ab August werde die monatliche Miete um 19,45 Euro angepasst, kündigt Pharmatechnik ganz unten im Schreiben an.

Apotheker Dörschner ist gegen die Anpassung. „Ich finde es vom Grundsatz her nicht gut“, sagt der Inhaber der Porsche-Apotheke. Ein Softwarehaus müsse generell mit Anpassungen der Software rechnen. Diese seien eigentlich im Preis inbegriffen. „Außerdem hatten wir gerade erst eine Erhöhung wegen Securpharm von 9 Euro.“ Der Erhöhung habe er nicht widersprochen, weil es bis zu einem gewissen Grad verständlich sei. Dass es wenige Monate später erneut eine Anpassung gebe, sei nicht hinnehmbar.

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