Pille danach: Apothekenkundinnen kaum informiert | APOTHEKE ADHOC
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Pille danach: Apothekenkundinnen kaum informiert

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Berlin -

Sorgt der Jahreswechsel neben dem typischen Kater auch für mehr Verhütungspannen? Nein, sagt das Apothekenpersonal. Das zeigen die Ergebnisse der jüngsten aposcope-Umfrage für die „Zahl der Woche“: 67 Prozent der Befragten gaben an, dass der Kater zum Neujahrstag häufig vorkommt. Verhütungspannen spielen dagegen nur laut 13 Prozent der Befragten eine Rolle. Wird dennoch eine Notfallkontrazeption benötigt, hat EllaOne bei 62 Prozent der Apothekerinnen, Apotheker und PTA die Nase vorn. In ihren Augen sind die Kundinnen jedoch viel zu wenig über die Pille danach informiert.

Seit mehr als vier Jahren ist die Pille danach inzwischen rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Die Befürchtung, dies könnte dazu führen, dass Frauen die Notfallkontrazeption als Verhütungsmittel missbrauchen würden, teilen 54 Prozent des Apothekenpersonals nicht. 47 Prozent der in der aposcope-Studie Befragten stimmen der Aussage, die Pille danach werde als Verhütungsmethode genutzt, jedoch „eher“ bis „vollkommen“ zu.

Die Unwissenheit rund um die Pille danach ist daher laut einer Mehrheit von 83 Prozent der Umfrageteilnehmer groß. Dennoch stimmen knapp 75 Prozent der Apothekerinnen, Apotheker und PTA der Aussage zu, dass der OTC-Switch bei der Pille danach richtig war.

Verlangen minderjährige Kundinnen in der Offizin eine Notfallkontrazeption, werden sie laut 71 Prozent des befragten Apothekenpersonals zunächst zu einem Arzt geschickt. Bei der Abgabe der Pille danach setzen die Befragten zu 62 Prozent auf den Wirkstoff Ulipristalacetat, den EllaOne enthält. Produkte mit Levonorgestrel werden von 28 Prozent und damit knapp mehr als einem Viertel der Apothekerinnen, Apotheker und PTA verkauft.

Rund um den Jahreswechsel wird die Pille danach jedoch laut den Ergebnissen der aposcope-Umfrage generell nur in zwei Prozent der Fälle nachgefragt. Spitzenreiter sind am Neujahrstag Ibuprofen mit 90 Prozent und ASS mit 59 Prozent. Ersteres wird außerdem bereits vor der Silvesternacht mit 86 Prozent am häufigsten verlangt. Die Ergebnisse zur jüngsten „Zahl der Woche“ von aposcope wurden mit insgesamt 304 verifizierten Apothekerinnen, Apothekern und PTA am 17. Dezember 2019 erhoben.

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