Hochschulranking

Pharmazie: Mainz Flop, Heidelberg Top

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Berlin -

Abitur in der Tasche, wie geht es weiter? Wer Pharmazie studieren will, kann sich ein Bild der 22 Hochschulstandorte im aktuellen Hochschulranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) machen. Zur Spitze gehören die Universitäten in Greifswald und Heidelberg, aber auch Braunschweig kann sich sehen lassen. Mainz wurde eher negativ bewertet.

Im aktuellen Ranking werden 37 Fächer bewertet. „Im CHE Hochschulranking können die Hochschulen entsprechend der persönlichen Vorlieben verglichen werden, zum Beispiel gute Betreuung, internationale Ausrichtung oder besondere Praxisorientierung“, sagt Geschäftsführer Frank Ziegele. Jedes Fach wird im Dreijahresrhythmus neu bewertet. Auch die Pharmazie ist dabei. Das Ranking zieht verschiedene Kriterien zur Analyse heran: Zu diesen gehören unter anderem allgemeine Studiensituation, Abschlüsse in angemessener Zeit, Angebote zur Berufsorientierung, Ausstattung der Praktikumslabore und Betreuung durch Lehrende.

Dem Ranking zufolge gibt es an den Universitäten Heidelberg, Braunschweig, Greifswald und Kiel eine sehr positive, allgemeine Studiensituation, wohingegen zum Beispiel Frankfurt, Münster und Würzburg zur Mittelgruppe gehören. Zu den relativ negativ bewerteten Hochschulstandorten in dieser Kategorie zählen Bonn, Düsseldorf, Jena, Regensburg, Tübingen und Mainz. Die rheinland-pfälzische Hauptstadt ist auch bei folgenden Kriterien in der Schlussgruppe: Abschlüsse in angemessener Zeit, Angebote zur Berufsorientierung, Ausstattung der Praktikumslabore und Betreuung durch Lehrende.

Die Ausstattung der Praktikumslabore war in acht Städten sehr gut, darunter Berlin, Frankfurt und Kiel. Die beiden Städte in NRW sowie Jena, Mainz, Marburg, Regensburg, Saarbrücken und Tübingen schnitten in dieser Hinsicht vergleichsweise schlecht ab. Die Labore der Universitäten Erlangen-Nürnberg und Freiburg sind mittelmäßig ausgestattet.

Das Pharmaziestudium dauert in der Regel acht Semester, doch oftmals kommt es unter Studenten zu einer Überschreitung – aus verschiedensten Gründen. Doch schnelle Abschlüsse scheinen trotzdem in zehn von 22 Universitäten möglich zu sein. Aus dem Ranking ist zu entnehmen, dass das Studium in Berlin, Erlangen-Nürnberg, Frankfurt, Greifswald, Heidelberg, Jena, Kiel und Leipzig, Marburg zügig abgeschlossen werden kann.

Pharmaziestudenten müssen nicht nur Praktika absolvieren, sondern auch regelmäßig an Pflichtseminaren teilnehmen. Die Betreuung durch die Lehrenden ist ein entscheidender Faktor für den Lernerfolg. Exzellente Unterstützung erhalten Studenten der Universitäten Braunschweig, Greifswald, Heidelberg und Saarbrücken. Berlin, Bonn, Mainz und Regensburg hingegen landeten in der Schlussgruppe.

Das CHE Hochschulranking ist ein umfassendes und detailliertes Ranking deutscher Universitäten und Fachhochschulen. Es bietet Studieninteressierten Hilfe bei der Entscheidung für das richtige Fach und Orientierung zu Studienort, -bewerbung sowie -finanzierung. Neben Fakten zu Studium, Lehre, Ausstattung und Forschung umfasst das Ranking Urteile von Studierenden über die Studienbedingungen an ihrer Hochschule. Für einige Fächer gibt es auch eine Reputation der Fachbereiche unter den Professoren. Interessierte können online anhand bestimmter Kriterien Hochschulen auswählen und vergleichen. Das ausführliche Ranking gibt es für knapp 9 Euro.

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