Pharmaziestudium

Erstis: Zwischen Bib-Ausweis und Kittelkauf

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Berlin -

Das neue Studienjahr beginnt, für frischgebackene Abiturienten steht der 1. Oktober deshalb vielerorts für einen Neuanfang. Die Pharmazie-Erstis sind unter anderem damit beschäftigt, eine geeignete Unterkunft zu finden und sich mit den Räumlichkeiten der Universität vertraut zu machen. Auf dem Programm stehen auch Kneipentouren, Campus-Rallyes und Ersti-Partys.

Zulassungsbescheid im Briefkasten, was kommt danach? Nicht jeder Pharmaziestudent studiert in seiner Heimat oder im nahen Umkreis. Für viele ist die Hochschulausbildung deshalb mit einem Wohnortwechsel verbunden. Schon alleine deswegen, weil es bundesweit nur 22 Universitäten gibt, an denen Pharmazie studiert werden kann. Auch die Zulassungsbeschränkung des Fachs kann ein weiterer Grund für einen Umzug sein. Abhängig von Noten, Wartezeit oder Hochschulverfahren können Kieler Studenten beispielsweise in München landen – vorausgesetzt dieser Studienort wurde dementsprechend auch angegeben.

Pharmaziestudenten, die umziehen müssen, können auf Online-Wohnungsportalen, Aushängen in der Universität oder beim Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) fündig werden. Infrage kommen können WG-Zimmer oder Studentenwohnheimen, die häufig günstiger sind als Wohnungen auf dem freien Markt. Die Lebenshaltungskosten für Pharmaziestudenten variieren bundesweit, so sind beispielsweise die Mieten in München und Frankfurt vergleichsweise hoch. Spätestens zwei Wochen nach dem Umzug müssen sich die angehenden Apotheker beim Bürgerbüro ummelden.

Die ersten Lehrveranstaltungen der Pharmazie beginnen in der Regel entweder am 8. oder 15. Oktober des Jahres. Bis dahin haben die Studienanfänger eine Menge Dinge zu erledigen. Nachdem sie sich immatrikuliert haben,müssen sie sich als Erstes einen Überblick über die Semestertermine verschaffen. „Wann und wo findet die Einführungsveranstaltung statt?“ – ist einer der Fragen, die sich für die Erstis stellt. Da erhalten sie von Dozenten und der Fachschaft weitere Informationen zu Semesterverlauf und organisatorischen Dingen. Den ersten Kittel bekommen die Studenten häufig gestellt oder sie können ihn gegen einen kleinen Beitrag von der Fachschaft beziehen.

Unter anderem müssen Glasgeräte und Chemikalien angeschafft werden, auch für Kopien der Altklausuren entstehen Kosten. Zusätzlich entstehen Aufwendungen für Semesterbeiträge, eventuell Miete sowie Lebensmittel. Der nächste Weg führt zum Studentenwerk. Hier können Pharmaziestudenten Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) beantragen. Falls sich Probleme bei der Studienfinanzierung ergeben, können sich die Studienanfänger in einigen Fällen von bestimmten Gebühren oder Beiträgen befreien lassen.

Die Pharmaziestudenten erwarten lange Tage an der Universität. Für den Hunger zwischendurch oder das Mittagessen gibt's die Cafeterias und die Mensa. In den ersten Wochen des neuen Studienjahres sind die Studenten auch damit beschäftigt, eine Mensakarte, aber auch einen Bibliotheksausweis zu erwerben. Letztlich wird die Bibliothek ein unverzichtbarer Bestandteil im Leben der Pharmaziestudenten werden.

Nach den aktuellen Zahlen von Hochschulstart lag der Numerus Clausus (NC) für die Abiturbestenquote in der Pharmazie zwischen 1,1 und 1,6. Im Auswahlverfahren Hochschulen konnten auch Studenten mit einer schlechteren Abiturnote eine Zulassung erhalten. Für das Wintersemester 2018/19 haben sich insgesamt 3980 Studieninteressierte für das Fach Pharmazie beworben. Da es 1841 Studienplätze gibt, kamen statistisch gesehen zwei Bewerber auf einen Studienplatz. Es gab einen leichten Rückgang bei der Bewerberzahl: Im Vergleich zum Wintersemester 2017/18 haben sich 2,5 Prozent weniger Personen für ein Pharmaziestudium beworben.

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